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Yankee: (21. Dez 2007 22:09)

Mit seltene Spezies, meinte ich mehr die zwar nicht gefährdeten, aber eben selten zu bekommenden. War ünglücklich ausgedrückt!

Stefan86: (21. Dez 2007 23:43)

Camponotus Arten eignen sich zum Beispiel schon gut oder polyrhachis. Ich zb. halte eine Kolonie Acromyrmex spec. die total Pflegeleicht ist, wenn man sich gut drum kümmert. Im entdefekt ist es dir überlassen, denke wurde ja jetzt auch einiges gesagt dazu.

Necturus: (22. Dez 2007 10:27)

Nein! Polyrhachis sind aus dutzend verschiedenen Gründen KEINE gute Anfängerart! Benutzt die Suche und geht mal tiefer als die letzten paar Monate! Und wie pflegeleicht deine Acromyrmex sind, solltest du erst in einem Jahr bewerten, du hast doch grade erst die Anfänge gesehen!

Martin S.: (22. Dez 2007 11:32)

Polyrhachis dives:

Wer schon mal Terrarientiere gehalten hat, kann durchaus bei der Ameisenhaltung mit Polyrhachis anfangen.
Man sollte sich aber nicht gleich eine Riesenkolonie zulegen.

Eigenschaften:
- Da polygyn, also mehre Königinnen, pro Nest vorkommen, können sich diese Arten schneller vermehren als Arten mit nur einer Königin, was ja nicht unbedingt negativ sein muss.
- Weberameisen müssen in der Natur einen festeren Halt auf dem Untergrund haben als am Boden lebende Arten, daher können diese auch leichter Glasscheiben herauflaufen. Sofern sollte man einen doppelten Ausbruchsschutz verwenden (z.B. Wassergraben oder Öl, PTFE, Talkumrand sowie zusätzlich einen Deckel).
- Wenn diese Art sich angegriffen fühlt, kann es bei großen Kolonien, wie auch bei unseren heimischen Formica Gattungen, zum Versprühen von Ameisensäure kommen; allerdings ist Polyhrachis dives nicht so schlimm, wie z.B. Formica (Serviformica) cinerea.

Die großen Vorteile bei Polyrhachis
- sind die ganzjährige Aktivität der Tiere, bei vielen einheimischen (europäischen Arten) gehen während der Winterruhe leider viele Tiere ein, da der "Einsteiger" die Anlage vergessen hat zu befeuchten.
- die hohen Klimaschwankungen von 15°C bis 35°C können die Tiere ohne Schaden überleben. Erst ab einer längeren Zeit unter +10°C wird es kritisch für diese Art.
- Auch kann diese "tropische Art" bei sehr trockenem Klima überleben, sofern permanent ein Wasserzugang zur Verfügung steht.
- Auch bei der Fütterung ist die Art nicht sehr anspruchsvoll. Es kann mit toten und lebenden Insekten sowie Stückchen von Fleisch und Fisch, aber auch mit süssem, wie Honig oder Früchten gefüttert werden.
Natürlich ist wie bei allen exotischen Tieren, die es im Handel gibt, daraufzu achten, das man diese Art nicht ins freie aussetzt, aber das wurde ja bereits in vielen Beiträgen besprochen.

Aber Blattschneiderarten sind aus meiner und der Erfahrung anderer wirklich nicht für einen Einsteiger, auch mit Terrarisikerfahrungen, zu empfehlen, auch wenn sich der Pilz anfänglich gut entwickeln kann, kann diese Symbiose sehr schnell einbrechen. Der Pilz kann dann innerhalb von wenigen Tagen komplett verschwinden.

Viele Grüsse
Martin

Stefan86: (22. Dez 2007 11:45)

@Necturus: Es ist doch bekannt das Ameisen in der Anfangsphase am schwierigsten zu halten sind, da meine Kolonie schon mind. 300 Individuen aufweist denke ich das ich schon sagen kann das sie leicht zu halten sind. Wenn du es so willst sind alle Kolonien wenn man sich nur ne Gyne holt schwer zu halten. Der große Nachteil der mir langsam auch schon Überlegungen und zu Denken gibt ist der Platz Verbrauch durch des Pilzes.

Zu Polyrachis kann ich nur sagen, ich hatte sie auch und sie sind in der Tat leicht zu halten. Mir ist aufgefallen das sie sehr Ausbruchsfreudig sind, und es auch oft schaffen. Das war bei mir ein Grund das ich sie weg gegeben habe. Aber denke wenn du richtige Sicherungen hast das es dann kein Problem ist,hatte sie zum Beispiel auch auf Insel und Becken.

Anonymous: (22. Dez 2007 14:26)

Polyrhachis dives:
[...]
Die großen Vorteile bei Polyrhachis
- sind die ganzjährige Aktivität der Tiere, bei vielen einheimischen (europäischen Arten) gehen während der Winterruhe leider viele Tiere ein, da der "Einsteiger" die Anlage vergessen hat zu befeuchten.
- die hohen Klimaschwankungen von 15°C bis 35°C können die Tiere ohne Schaden überleben. Erst ab einer längeren Zeit unter +10°C wird es kritisch für diese Art.
- Auch kann diese "tropische Art" bei sehr trockenem Klima überleben, sofern permanent ein Wasserzugang zur Verfügung steht.
- Auch bei der Fütterung ist die Art nicht sehr anspruchsvoll. Es kann mit toten und lebenden Insekten sowie Stückchen von Fleisch und Fisch, aber auch mit süssem, wie Honig oder Früchten gefüttert werden.
Natürlich ist wie bei allen exotischen Tieren, die es im Handel gibt, daraufzu achten, das man diese Art nicht ins freie aussetzt, aber das wurde ja bereits in vielen Beiträgen besprochen.

[...]
Martin



...

Stefan86: (22. Dez 2007 14:53)

Was soll das Gaster? verstehe deinen sin grad nicht,kannst du mich mal aufklären? :-(

Anonymous: (22. Dez 2007 15:15)

Eine Art, die sich drastisch vermehrt, die bei unter 10°C überlebt, die Nester aus jedem beliebigen Materlial in jeder beliebigen Ecke anlegt, die sich am Boden paart und darüber hinaus sehr stark polygyn ist. Das sind so starke Argumente gegen einen Verkauf dieser Art als Anfängerart, dass ich da schon fast Kopfschmerzen bekomme.

Martin S.: (22. Dez 2007 15:18)

Gaster will wieder, wie schon dutzende mal zuvor, wieder auf das eventuelle Exotenrisiko hinweisen.

@ Gaster nimm eine Aspirin ;)

Ihr braucht nur einen Versuchsaufbau verwenden.
- Nehmt eine Kolonie Polyrhachis dives und eine gleich große Kolonie Lasius niger in zwei getrennten Formicarien, die über ein Schlauch verbunden sind.
- Lasst die Temperatur langsam von Zimmertemperatur auf Überwinterungstempemperatur innerhalb von einer Woche herunterfahren.
Ergebnis: Die Polyrhachis gehen vor Lasius niger in eine Kältestarre und werden von den noch aktiven Lasius niger attackiert und ausgerottet.

die sich am Boden paart
- ist noch nie im Versuch bewiesen worden, es sind lediglich Vermutungen. aber es gibt keinen einzigen dokumentieren Versuchsaufbau mit neutralen Beobachtern.
Und wenn es so wäre, könnten sich die Exotengegner ja freuen, endlich mal eine Ameisenart, die sich leicht züchten lässt und somit den Import von Wildfängen reduziert.

Alles was Du als " gegen " einen Verkauf angibst, ist eigentlich " für " den Verkauf!
Oder möchtest Du lieber jemanden eine Ameisenart empfehlen die genau die Gegenteile aufweist und somit sehr empfindlich ist und sich nur sehr schwer und sehr langsam vermehrt?

Die Eigenschaften die ich bei Polyrhachis angeben habe sind auch die Eigenschaften, die die häufigsten Einsteiger-Terrarientiere aufweisen.

Mit allen exotischen Tierarten sollte man verantwortungsvoll umgehen um eventelle Risiken für die heimische Fauna zu unterbinden. Aber das wurde ja bereits oft genug erwäht und auch jeder Kunde wird beim Erwerb einer exotischen Art bei uns darauf hingewiesen.

Viele Grüsse
Martin

Krümel: (22. Dez 2007 19:00)


Alles was Du als " gegen " einen Verkauf angibst, ist eigentlich " für " den Verkauf!

Ja ne, is klar, für Sie ist doch jedes Argument eines "für" den Verkauf.

Oder möchtest Du lieber jemanden eine Ameisenart empfehlen die genau die Gegenteile aufweist und somit sehr empfindlich ist und sich nur sehr schwer und sehr langsam vermehrt?

Is auch nicht der optimale Weg, aber die Alternative ist dass sich z.B. Polyrhachis dives schnell vermehrt, somit bald der Platz ausgeht und dann manche Leute die Tiere an andere weiterverkaufen, die dann auch schnell überfordert sind, (ich weise auf frühere Posts hin, wo sich User Anonym an Herrn Buschinger gewandt haben) aber nichts desdo trotz dann glauben sie sind jetzt die Größten weil sie jetzt richtige Exoten z.B. Acromyrmex halten können, und das geht dann voll in die Hose. Also, die nächsten, tollen, besseren,schöneren müssen her, um sich aufs neue übers INet zu profilieren, wie toll man doch ist. Aber Ihnen kanns ja im Grunde egal sein Sie machen Ihren Gewinn.

Die Eigenschaften die ich bei Polyrhachis angeben habe sind auch die Eigenschaften, die die häufigsten Einsteiger-Terrarientiere aufweisen.

Man kann nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, Ameisen und Amphibien/Reptilien sind nicht das Gleiche, das wissen Sie hofftentlich genausogut wie (fast) jeder andere hier.

Mit allen exotischen Tierarten sollte man verantwortungsvoll umgehen um eventelle Risiken für die heimische Fauna zu unterbinden. Aber das wurde ja bereits oft genug erwäht und auch jeder Kunde wird beim Erwerb einer exotischen Art bei uns darauf hingewiesen.

Mal Hand aufs Herz: Wie viel Prozenz Ihrer Käufer scheren sich um den kleinen Wisch den man unterschreiben muss? Richtig, Sie wissen es nicht, was Ihnen aber auch getrost egal sein kann, sobald Sie die Unterschrift des Käufers haben weil Sie dann aus dem Schneider sind.
Was dann letztendlich Realität ist...

Und nochmals: Ich bin nicht direkt gegen Exoten, aber wie gerade damit umgegangen wird ist unverantwortlich, und falsch und wie Sie bestimmt wissen denken viele so, ich sage mal Sahal, oder Stefan_K.
Aber auch hier ist es Ihnen ganz offensichtlich egal.

PS: Nichts für ungut, aber vllt. sollte der eine oder andere mal über Posts nachdenken, so schwer zu verstehen sind sie nicht...

*Enuff' said*


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