Die wichtigsten Gründe warum sich Milben in einem Formicarium wesentlich fataler auswirken als in der freien Natur wurden ja schon genannt: fehlende Fressfeinde/Krankheiten usw...
Sind das hauptsächlich Asseln? Was für Krankheiten?
...sowie die tatsache das Milben und Ameisen in einem Glaskasten auf engstem raum zusammengepfercht leben müssen.
Hm, dass Argument erscheint mir nicht plausibel. Es ist ja nicht so, dass die Milben den Ameisen in der freien Natur aus dem Weg gehen würden. Wenn die Ameise erst mal von einer Milbe befallen wurde, hat sie sicher ähnliche Probleme wie die Ameise im Fprmicarium. Wenn man dann noch dafür sorgt, dass die Ameise in gleicher Weisen mglw. sogar unter günstigeren Bedingungen, auf die Milben reagieren kann, sollte Milben wirklich kein großes Problem darstellen (und damit auch die Lebendtierfütterung).
Zu den natürlichen- Feinden:
Es sind nicht nur Asseln, es gibt auch raub- Milben die von anderen Milben- Arten leben. Was die Krankheiten angeht kann ich dir nichts genaues sagen, wenns um so präzise Fragen geht ist dieses Forum glaube ich nicht die richtige Anlaufstelle für dich. Aber die Wahrscheinlichkeit dafür das es Bakterien/Viren/Pilze gibt, die Milben schaden halte ich für sehr hoch.
Zu dem Thema Platzmagel:
Du musst auch bedenken das es für eine Milbenpopulation nicht von vorteil ist eine ganze Ameisen Kolonie (von der sie ja schliesslich leben) tot zu fressen, das heisstt ab einer gewissen Populationsdichte würden einige Milben vermutlich versuchen das Ameisennest zu verlassen und sich andere Opfer zu suchen.
In einem Formicarium ist dies alles nicht gegeben.
Alle diese Angaben allerdings ohne gewähr, bin schliesslich kein Biologe. 8)
Was war denn eigentlich nochmal genau deine Frage?
Die im Titel des Themas? Ich denke die Antwort lautet Nein, denn wenn "Ja" wäre es bereits vor 1000en von Jahren passiert und dieses Forum würde nicht existieren!
:lol: Gestehe mir zu, dass ich mir das auch herleiten kann. Die Frage ist natürlich recht reißerisch formuliert, damit sie Aufmerksamkeit erzeugt und Antworten provoziert. :grin: Mir geht es um die Details, welche sich jetzt so nach und nach herauskristallisieren. Gekommen bin ich auf die Frage, durch den Gedanken an Lebendfutter und den Milbenrisiko. Es gibt ein Grund, warum Lebendfutter (und damit Milben) in der Natur für Ameisen nicht das Risiko darstellen wie in Haltung.
Denkbare Erklärungen wären bis jetzt:
- Fehlende Krankheiten. Wie übertragen die sich in der Natur bzw. woher kommen sie?
- Fehlende Freßfeinde. Woher kommen sie in der Natur?
- unzureichende Möglichkeiten für die Ameisen ihren Bau einzurichten bzw. andere klimatische Verhältnisse aufzusuchen
Du musst auch bedenken das es für eine Milbenpopulation nicht von vorteil ist eine ganze Ameisen Kolonie (von der sie ja schliesslich leben) tot zu fressen, das heisstt ab einer gewissen Populationsdichte würden einige Milben vermutlich versuchen das Ameisennest zu verlassen und sich andere Opfer zu suchen.
In einem Formicarium ist dies alles nicht gegeben.
Würde dies aber nicht zur Schlußfolgerung führen, dass die Milben nach dem Versuch das Formicarium zu verlassen, wieder in dieses zurückkehren? Dies halte ich für eher unwahrscheinlich.
Aber du musst eingestehen das sich die verringerte Milbengefahr der in Freiheit lebenden Ameisen niemals in einem Formicarium nachstellen lassen!!!
Solche Steuerungen stellen einen viel zu komplizierten Vorgang für den Halter da. Die Gefahr hin das dein Mini-Ökosystem dabei umkippt ist viel zu hoch. Wir sind eben nicht "Gott" oder "Mutter Natur". :lol:
Würde dies aber nicht zur Schlußfolgerung führen, dass die Milben nach dem Versuch das Formicarium zu verlassen, wieder in dieses zurückkehren? Dies halte ich für eher unwahrscheinlich.
Ich versteh nicht so ganz was du damit meinst, aber: Etwas was aus dem Fomicarium nicht rauskommt, kann auch nicht dorthin zurückkehren, es ist ständig im Formicarium.
Aber du musst eingestehen das sich die verringerte Milbengefahr der in Freiheit lebenden Ameisen niemals in einem Formicarium nachstellen lassen!!!
Solche Steuerungen stellen einen viel zu komplizierten Vorgang für den Halter da. Die Gefahr hin das dein Mini-Ökosystem dabei umkippt ist viel zu hoch. Wir sind eben nicht "Gott" oder "Mutter Natur". :lol:
Muss ich das? Das ist schnell dahingesagt und für jeden klingt es als plausibel und er nickt. Doch auch wenn es plausibel klingt, ich möchte ein wenig genauer hinsehen und erkennen, dass ich es wirklich nicht kann, oder bzw. dass ich es nicht so kann, wie ich es vielleicht brauche (was nicht die Simulation des kompletten Systems, sondern nur einer Teilkomponente beschreibt).
@corydoras
Hm, ich hätte gedacht, dass im Nest die Idealbedingungen für die Milben herrschen, da es in der Arena zu trocken sein dürfte.
@corydoras
Hm, ich hätte gedacht, dass im Nest die Idealbedingungen für die Milben herrschen, da es in der Arena zu trocken sein dürfte.
Sorry ich habe mich leider falsch ausgedrückt, mit Formicarium meine ich das gesamte Komplex in dem die Ameisen in gefangenschaft leben.
Hm, ich hätte gedacht, dass im Nest die Idealbedingungen für die Milben herrschen, da es in der Arena zu trocken sein dürfte.
Das kannst du auch nicht so pauschal sagen. Manche Arten kümmern sich selbst um die Bewässerung und einige mögens auch lieber trocken und holen sich Trinkwasser in der Arena.