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G4m813R: (27. Mai 2008 21:50)

Ja ich würde dir auch erstmal zu Einheimischen raten. Such dir doch eine Art wo die Kolonie nicht so groß wird und im Winter wenn die in die Winterruhe muss und du unbedingt mehr willst, kannste dir immernoch eine exotische Art holen. Dann hast du zumindest auch schon etwas Erfahrung.
Als späterer Exot halte ich auch Camponotus für sehr einfach. Ich halte Camponotus substitus und die sind sehr anspruchslos im Gegensatz zu meinen anderen.

Stefan86: (27. Mai 2008 22:21)

@Waldläuferin: Ja du hast recht da habe ich mich falsch ausgedrückt, sorry mein fehler.

wie GAMBLER schon sagte hole dir erstmal ne einheimische und dann zur Winterruhe hast du ein paar
Erfahrungen und kannst dich dann an einen exot rann wagen.

pogona: (28. Mai 2008 01:56)

@all:
also ich betreibe Terraristik seit ca.13 Jahren. Insektenhaltung, nicht nur als Futter seit ca. 4 Jahren. Ich halte und Züchte diverse Phasmiden, Mantiden, Schaben und Rosenkäfer, bei den Insekten. Es sind teilweise sehr seltene und wirklich schwer zuhaltene Arten, Futterspeziallisten etc..
Nur wollte ich mir Ameisen zulegen um mein Spektrum zu erweitern´, nur in meiner gut 800 Werke umfassenden Bibliothek über Terraristik finde ich nur Infos über Blattschneider und diese werden mir zugroß!
Das Grundlagenheftchen des ANTSTORES habe ich schon studiert.

Was mich interresiert ist das spezielle Mikroklima der Einzelarten sowie das "Klimagebiet" der Verbreitung der jeweiligen Art. Temperaturen können von mir aus auch 18-25°C sein.
Gebiete gibt es zu hauf mit diesen Werten; Nordafrika, teile Chinas und Japans, Florida und teile Südaustraliens oder auch Neuseeland.
Nur ist die Frage wie verlässlich sind die Angaben der Händler. Beispiel: Harpegnathos venator; 20-28°C 20-30°C und warm/auch Zimmertemperatur jeweils keine Winterruhe.
Meine Frage zielte also darauf ab. Ob und wenn JA wie Abweichungen von Inernetliteratur zu Praxiswerten sind, bei Arten ohne Winterruhe (tropisch).
Kontakt zu Haltern von Blattschneidern und heimischen Arten hab ich und von der Blattschneidern weiß ich das die Feuchtigkeits- und Temperaturwerte in einigen Fällen sehr abweichen.
VG Marcel

pogona: (28. Mai 2008 02:04)

@G4m813R:
Camponotus substitus steht zum Beispiel auf meiner engeren Liste.
Bitte schildere mir doch mal die Klimawerte deines Formicariums. Luftfeuchte, Substratfeuchte, Lichtstrom,Lufttemperatur (Arena und Nest) sowie Bodentemteratur (insbesondere im Nest).
Es wäre auch toll zu wissen wie deine Raumbedingungen sind und welche Technik du einsetzt.
VG Marcel

G4m813R: (28. Mai 2008 11:38)

Also ich habe eine große XXL Farm die ich nicht befeuchte. Die mögens ziemlich trocken. Dann noch ein 60x40 Formicarium mit Humusboden. Dort ist etwa 1/4 mit Gras bepflanzt was ich jeden Tag besprühe. So haben sie dort eine immer feuchte Zone. Ansonsten steht noch Wasser bereit da ich ja die Farm nicht befeuchte. Temperatur ist so bei 25Grad. Luftfeuchtigkeit müsst ich heut abend mal schaun. Ich setze eine Tageslichtwärmelampe ein, die ist zwischen diesem und einem anderen Formicarium angebracht und noch eine rote Lampe welche Nachts für Wärme sorgt. An der Farm ist noch eine Heizmatte an der Rückseite angebracht. Jetzt momentan im Sommer braucht man aber kaum noch was zum wärmen, da hab ich nur die Tageslichtlampe noch etwas an.
Ich halte die kleinen jetzt etwa ein halbes Jahr und sie sind noch unproblematischer wie Polyrhachis dives. Die Kolonie ist von 50 auf geschätze 300-400 gestiegen. Eine einzigste Tote hab ich bisher zu verzeichnen.
Diese Art ist zwar als langweilig verschrien, was anfangs sicherlich auch stimmt, aber seit 3 Monaten, seit sie mehr geworden sind, sind sie super aktiv geworden. Bei der Fütterung ist richtig was los im Becken.
Ich gehe auch von aus dass nicht soviele Ameisen unterwegs sind wie bei anderen Arten, da sich diese Art einfach sehr schnell bewegen kann und so ein Kundschafter viel schneller ein Gebiet durchsuchen kann wie bei anderen Arten.
Außer der Schnelligkeit ist natürlich noch interessant dass sie versch. Größen von Arbeiterinnen haben.

Wenn du die genauen Klimabedingungen einer Art wissen möchtest dann schau doch bei antweb.org wo diese genau zu finden ist. Und auf z.B. Wikipedia findest du wie dort das Wetter aussieht.

pogona: (28. Mai 2008 16:00)

Danke das sind doch mal sehr gute Tipps und Daten.
Nochmal zur Technik du hast eine Heizmatte an der Farmrückseite sowie zwei Lampen 1x Tag und 1x Nacht über der 60x40 cm Arena. Wieviel Watt haben diese den?
Und deine Feuchtigkeit kommt nur über die Tränke und die Pflanzenbewässerung, du dast also kein Steigrohr für Grundwasser in der Farm?!
VG Marcel

P.S. könntest du mir vielleicht mal Fotos von deine Anlage zeigen?

Edit Antstore

Beitrag von 17:44

So Camponotus substitus kommt aus Argentinien. Argentinien ist groß und hat mehrere Klimatypen zu bieten.
Habe deshalb mal nach der Terratypica gesucht und den subtropischen Norden Argentiniens gefunden. Temperatur; Südsommer bis 28°C und Winter 15°C, selten bis 11°C.
Unter berücksichtigung des Mikroklimas im Nest, meist feucht kühl (konstant) und einem Tagnachtwechsel.
Somit würde ich mal sagen in einer modernen Wohnung reicht die Zimmertemperatur von 18-25°C, ehr im oberen Bereich, Altbau 16-18°C. Braucht man zur Haltung von Camponotus substitus nur eine kleine Tageslichtleuchte über der Arena für den Sommer.

Stimmen mir die Halter dieser Art dabei zu?

VG Marcel

G4m813R: (29. Mai 2008 10:48)

Die Tageslampe hat 100W aber ist wie schon gesagt zwischen diesem und einem anderen Becken. Heizt also 2 Becken. Das ist ürbigens diese:
http://www.antstore.net/shop/product_info.php/info/p826_Sun-Glo-Spotstrahler-R25-100-W.html
Für Nachts ists diese http://www.antstore.net/shop/product_info.php/info/p1047_Nightlight-Rot-60-W.html

Das ist natürlich nur meine Variante. Ich habe die in einem sehr großen Zimmer stehen was ich im Winter nur Abends heize. Das würden die nicht wirklich vertragen. Wie Antstore schon schreibt, Zimmertemperatur würde reichen. Die Rotlichtlampe hab ich mir auch nur geholt weil ich gelesen habe die wären eher Nachtaktiv. Was mittlerweile bei meinen aber eh nicht mehr stimmt.
Die Farm mögen meine aber definitiv lieber trocken. Sie hatten noch andere möglichkeiten zu Nisten und haben die warme trockene Farm gewählt. Ist halt meine Beobachtung und bei anderen Haltern hab ich das auch schon gelesen.
Da ich standardmässig immer ein wie du es nennst Steigrohr in meine Farmen einbau hab ich es auch bei meinen Camponotus substitutus drin. Ich benutz es aber nicht.
Meine Anlage findest du hier:
http://www.antstore.net/viewtopic.php?t=7578&highlight=

Erne: (29. Mai 2008 11:43)

Bei tieferen Temperaturen werden Sie recht träge.
Diese Ameisen fühlen sich wohl bei höheren Temperaturen (24 – 28 °C) und sie vertragen es trocken, Raumfeuchte reicht aus.
Bei tieferen Temperaturen, besonders im Nestbereich ist die Wachstumsrate an Arbeiterinnen deutlich geringer.

Grüße

pogona: (29. Mai 2008 17:32)

eine Frage hätte ich noch zu Camponotus substitutus, wie groß werden den eigentlich die Kolonien?
Habe einen Bericht gefunden wo von etwas über Tausend die Rede war und bei Erne scheit es als wären es viel mehr.

VG Marcel

G4m813R: (29. Mai 2008 19:06)

Mal so als Größenbeispiel: http://www.ameiseninfos.de/html/substitutus_update_2_11_2007.html

Gestern habe ich meinen 100 Mücken gegeben. Normalerweise fütter ich nicht soviel und heute sind sie warum auch immer in den Schlauch gezogen. Bilder sind anbei. Man sieht wohl recht gut, dass sie sich schnell vermehren und gar nicht so inaktiv sind wie oft behauptet.

edit: OK Umzug hat sich geklärt. 35Grad in der Farm, ich Depp hab vergessen die Heizmatte auszumachen.


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