In der Natur sind Ameisen sehr wohl von Milben und anderen Parasiten befallen. Allerdings haben dort die Milben etc. natürliche Fressfeinde die ihre Zahl im normalen Bereich halten.
Aber ich wollte noch eine Frage zum abkochen stellen:
Die Ameisen in freier Natur haben auch kein abgekochtes Moos und abgekochte Steine ect. dennoch sind sie nicht von Milben oder anderen Parasiten befallen.
Ist das jetzt eine Frage oder Feststellung?
Milbenbefall unter guten Vermehrungsbedingungen in der Anlage, dazu keine ausreichenden Ausweichmöglichkeiten für Ameisen ist für mich nicht vergleichbar mit einem Milbenbefall in freier Natur.
Denke Ich an Moos, fallen mir die Blätter für Atta und Acromyrmex ein, müssten die dann nicht auch abgekocht werden?
Milben sind immer ein Risiko das sich durch entsprechend behandeltes Futter und Dekoration verringern lässt.
Habe selber eine Kolonie durch Milben verloren, das änderte nicht meine Bewertung, der ganze Aufwand um Milben fernzuhalten, lässt sich übertreiben und ist übertrieben.
Nicht alles gut Gemeinte ist immer sinnvoll.
Grüße
Mhhhh ok dann brauche ich wohl ein paar Fressfeinde oder besser gesagt
Bücherskorpione die sollen glaube ich Milben und noch anderes Kleingetier
fressen.
Mfg E-236 :grin: :wink: :D :P :)
nur um auf Nummer sicher zu gehen... Das Nicht-abkochen in meinem Post bezog sich nur auf Bodengrund,Dekoration und ähnliches. Futtertiere koche ich selbstverständlich auch ab, da ich hier eine sehr viel größere Gefahr sehe mir Milben oder ähnliches einzuschleppen als bei Bodengrund,etc.
ich habe ja auch unbehandelte Pflanzen in meinem Formicarium, was aussagen soll, dass ich es auch nicht sooo eng sehe, jetzt kommt aber das große ABER:
Meine Messor spec stammen nicht aus unseren Breitengraden, was für mich die Bedenken zu Parasiten und anderem Getier schlichtweg erhöht hat. Es könnte nunmal ja passieren, dass die Tierchen mit diesen Organismen einfach nicht klar kommen und Ihr Imunsystem das nicht verkraftet. Nun kann man sagen, die sind ja alle hier geboren und ich kann erwidern, dass es ja durch die Erbanlagen der Königin bestimmt werden könnte, was nur zu einem wahlosen hin und her und zu einer völlig übertriebenen Diskussion ausraten würde, da die Erfahrungswerte ja zeigen, dass das Thema gar nicht so gravierend ist.
Ich empfehle eine gesunde Mischung, wie ich sie selbst auch erfolgreich anwende und daher gebe ich diesen Erfahrungswert auch weiter:
- Erde und Sand ausgebacken
- Ytong nur mit einer weichen Bürste/Pinsel vom Staub befreit
- Pflanzen unbehandelt aber von der Originalerde weitgehend befreit
- abgestandenes Mineralwasser zum Gießen, Trinken und Bewässern
- Nahrung erst lebendig eingefroren (Maden/Mehlwürmer) und immer abgekocht verfüttern
- Körner unbehandelt
Alles weitere habe ich vorher schon erwähnt. Grüße!
Das mit den Fressfeinden war nur ein Beispiel dafür warum die vorherige Aussage nicht stimmte. Da gibts noch zig andere Gründe für.
Ich habe mir aber auch Fressfeinde besorgt und zwar weisse Regenwald Asseln. Ich hab nur keine Ahnung ob die noch leben weil die sich eingebuddelt haben. Nach einer Woche hab ich dann noch gemerkt dass Fadenwürmer in der Asselerde sind. Glücklicherweise hab ich die Asseln einzeln rübergesetzt, sonst hätt ich mir noch die Würmer eingefangen.
Hallo zusammen,
also grundsätzlich muß ich mal anmerken, dass abkochen und überbrühen zwei verscheidene Sachen sind!
Abkochen ist, wenn ich etwas in einen Topf mit kochendem Wasser lege und dann ein paar Minuten koche!
Überbrühen ist, wenn ich etwas mit heissem oder kochendem Wasser übergiesse!
Abgesehen davon halte ich nicht viel von beidem!
Durch das Abkochen oder Überbrühen kann man nicht wirklich gegen Schimmel präventiv ankämpfen!
Die Schimmelsporen sind überall und werden ja durch die Luft übertragen!
Besser ist es die Sachen nicht zu feucht zu halten und gut zu belüften.
Was natürlich hilft ist, wenn man organisch verunreinigtes Material durch das abkochen reinigen kann,
damit entzieht man dem Schimmel die Nährstoffe, aber schon durch den Schweiß und Verunreinigungen
von Händen kann m.E. dieses Arbeit wahrscheinlich schon wieder umsonst gewesen sein!
Bei Lebendfutter ist es so, weiß man wo es herkommt, weiß man meist auch ob Überbrühen Sinn macht!
Kauft man sein Futter in einer renomierten Tierhandlung, kann man m.E. auf das Überbrühen in den meisten Fällen verzichten!
Es ist m.E. unwahrscheinlich, dass man sich z.B. durch die Fütterung von lebenden Pinkies oder daraus geschlüpften Goldfliegen,
Heimchen, Mehlwürmern oder Grillen Milben einhandelt, da die Milben doch eher auf bestimmte Insekten
spezialisiert sind und man andere Milben eigentlich schon vorher, nach einer kurzen Quarantänezeit erkennen sollte!
Eine gewisse Vorsicht sollte man natürlich immer walten lassen! Kann natürlich sein, dass ich bis jetzt nur Glück
hatte, aber zum überbrühen von selbstgefangenen, zerquetschten Stubenfliegen bin ich schlichtweg zu faul!
Zumal meine Ameisen das überbrühte Zeugs eh nicht mehr gerne annehmen!
Man sollte sich auch nicht entgehen lassen z.B. Camponotus ligniperda beim Goldfliegen fangen zu beobachten, wenn man die Möglichkeit dazu hat!
Gruß
Ulrich
P.s.: Das Einzige mal, dass ich Probleme mit Milben hatte, war weder durch Futter noch durch Bodengrund, sondern weil die Kolonie schon infiziert war!
Ich denke wir driften zu sehr vom Thema ab.
Aber ich gebe dir generell recht Ulrich, aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. ;) Holz würde ich abkochen, Maden/Mehlwürmer überbrühe ich, obwohl das dem Abkochen gleich kommen dürfte bei der geringen Masse der Nahrung und der Dauer für die ich sie im Wasser lasse. Meine Tierchen mögen sie so aber lieber, sind ja eigentlich Körnerfresser ;)
Es ging um die Gartenerde und wenn man nicht will, dass sich evtl. Pilze ausbreiten oder plötzlich andere Insekten die Jungkolonie attackieren oder generell andere Tiere im Formicarium rumlaufen sollte man die Erde entsprechend behandelt. Außerdem könnten auch etwaige Samen in der Erde zu Wildwuchs führen, der evtl. gar nicht erwünscht ist. Ich bleibe also bei meiner Empfehlung die Gartenerde entsprechend zu behandeln.