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SimonU: (7. Jan 2008 16:50)

Danke Stefan und Kanister.

Eure beiden Empfehlungen sind wirklich gut. Allerdings ist mir Temnothorax nylanderi wohl etwas zu klein, da ich derzeit überlege mit ein 20*30*20 Becken zu holen.

Welche Körpergrößer erreichen denn Formica (Serviformica) fusca?

Über einen Erfahrungsbericht würde ich mich sehr freuen Mr.Kanister. Aber ist es nicht zu früh die Winterruhe zu beenden??

Mfg Simon

Erne: (7. Jan 2008 18:16)

Formica fusca Arbeiterinnen sind ca. 4- 8 mm groß.

Jetz die Winterruhe abzubrechen ist zu früh.

Lasius niger Kolonien können sehr groß werden?
Trifft zu, nur geht das auch nicht von heute auf morgen.
Zudem muss das auch ers mal hinbekommen werden.
Auch lässt sich eine größere Anzahl Ameisen dieser Art gut auf kleinerem Raum halten.

Begrenzung des Kolonienwachstum durch Futterreduzierung, wenn ich Dir einen Rat geben darf,
mach Dir heute noch keine Gedanken darüber.
Wirst erstmal genug damit zu tun haben, eine Kolonie aufzuziehen.
Futterreduzierung zum falschen Zeitpunkt und im falschen Umfang angewendet, schadet mehr als das Es hilft.
Auch eine Folgeerscheinung, die ich dabei beobachten konnte, die aufgezogenen Arbeiterinnen werden kleiner.

Das eine Reduzierung des Futters nicht artgerecht ist, sehe ich auch nicht so.
Kolonien die in der Natur einen Nestplatz mit weniger Futterangebot bewohnen haben weniger Arbeiterinnen.


Grüße

Mr. Kanister: (7. Jan 2008 20:37)

ich hätte nie dran gedacht die Winterruhe zu beenden
nich das mich hier einer miss versteht :D
hab mir nur heut alles vom Antstore abgeholt und die tierchen sind jetz im Kühlschrank aber dazu mehr in meinem Bericht will hier kein
off topic machen
MFG

SimonU: (8. Jan 2008 01:18)

@Erne: Find ich gut, dass das mit der Futterbegrenzung noch jemand so sieht. Wenn man die Natur nachstellen möchte ist die Futterlimitierung wohl ein nachvollziehbarer Schritt.

Ich denke vorerst sind meine Fragen damit beantwortet. Wenn es in einem Monat konkreter wird, werde ich euch bestimmt wieder nach ein paar Sachen fragen... ;-)

mfg Simon

Waldläuferin: (9. Jan 2008 16:12)

Hallo,

nochmal zur Begriffsklärung: Eine ARTGERECHTE Tierhaltung gibt es nicht, denn eine Tierart in künstlicher Umgebung zu halten entspricht nicht ihrer Natur.

Aber natürlich kann ein nachdenkendes Wesen mit viel Mühe und Konsequenz auch Tiere eben TIERGERECHT halten. Das bedeutet, dass alle wichtigen natürlichen Bedürfnisse der Tiere gestillt werden und gleichzeitig die Bedürfnisse des Halters geachtet werden. - Also sind die Tiere nicht frei in ihrer Wahl des Standortes, des Futters und des Fortpflanzungsrahmens (Beispiele).

Eine "Geburtenregulation" bei Ameisen entspricht also dem Bedürfnis des Halters. Bei zu starkem Koloniewachstum wäre die letzte Konsequenz sonst die Tötung der gesamten Kolonie durch Überbrühen. Die Regulation kann über die Entnahme von Eiern, Larven, Puppen und/oder Adulten geschehen oder über die Futtergabe und schädigt nicht das Wohlbefinden der Kolonie.

Entsprechendes wird bei den meisten in Gefangenschaft gehaltenen Tieren gemacht. Das ist schließlich auch gesellschaftlich anerkannt ...

Mind: (9. Jan 2008 19:38)

Wie muss ich mir das mit der Futterreduktion vorstellen? Ich meine es wird ohnehin eine ganze Weile dauern bis sich die Kolonie zu einer Größe entwickelt hat, bei der eine Regulierung von Nöten ist, aber trotzdem kann ich mir schwer vorstellen wie das funktioniert.

Ich glaube kaum, dass ich es über mich bringe den Tieren weniger zu geben, wenn ich merke, dass sie die Nahrung schnell aufnehmen. Ich hätte einfach Angst, dass ich sie mit Absicht verhungern ließe.

Stefan86: (9. Jan 2008 20:01)

Also ich habe jetzt mitbekommen wie schnell zb. meine Acromyrmex spec. gewachsen ist, und das geht wirklich ruck zuck. Einfach weniger füttern, und nicht garnicht füttern damit sie verhungern.

Mind: (9. Jan 2008 20:04)

gar nicht füttern wäre auch ein wenig extrem^^

aber ich finde es ehrlich gesagt auch ein wenig befremdlich 'wenig' zu füttern.
wenn meine Katze nach Futter schreit gebe ich ihr auch was (sofern ihre Näpfe leer sind), weil ich sie keines Falles hungern lassen würde

Stefan86: (9. Jan 2008 20:09)

Das ist richtig und dir überlassen, ich persöhnlich füttere auch regelmäßig und lasse sie nicht fasten. Halte davon nicht viel außer es ist irgendwann mal notwendig.

Waldläuferin: (10. Jan 2008 12:00)

Adulte Tiere (außer der Königin) brauchen im Gegensatz zu Larven kaum Proteine.

Gibst du also wenig Proteinfutter (also nur eine bestimmte Menge, die du selbst herausfinden musst) kann die Königin nur wenige Eier legen und es werden nur wenige Larven groß gezogen. Ergo: weniger Nachkommen = Kolonieregulation.

Das ist genau das, was auch in der Natur die Koloniegröße reguliert und hat nichts mit Tierquälerei zu tun.
Nichts füttern oder "fasten" wäre Quälerei. Auf die Idee würde aber keiner von uns kommen oder?

PS: Wenn eine Katze nach Futter schreit, aber schon 10 kg wiegt, würde ich mir das mit dem Füttern aber auch überlegen ... :lol:


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