Ich will mal den thread wieder nach oben holen.
Der blog läuft ja weiter, und manches ist ganz witzig darin!
http://www.pm-ameisen-blog.de
mfG,
Earlant
Nochmals ans Tageslicht geholt:
Wie schon gesagt, bringt der Blog doch einige nette Aspekte. In dem neuesten „Interview“ mit einer Ameisenforscherin aus Sydney steht die Frage:
5. Ihr schönster Ameisen-Moment?
Antwort: "Wenn ich Nester in der Natur einsammle und die Königin finde. Das ist, wie einen Schatz zu finden."
Da höre ich doch bei einigen Ameisenhaltern die Alarmglocken klingeln? :D
MfG
Earlant
Sie ist nunmal der aufstrebende Stern und darf räubern, Nester ausgraben und zerstören. ;) Wieso Alarmglocken? :P
Ja das war Ironie.^^
Habe ich das richtig verstanden, das sie zwei Camponotus Arbeiterinnen hält??? O.o Oder zwei Kolonien?!
Und 10 Kolonien der selben Art. Ich hoffe zu wissenschaftlichen Zwecken. :D
PS: Der Link zu Gary Clark tut nicht...:(
Danke earlant! Wenn ich sie richtig verstehe hält sie zwei Arbeiterinnen. Im Original schreibt sie: "J’ai également deux camponotes (sugar ant) sur mon bureau que j’ai collecté dans un parc dans le but de les ajouter à ma collection. " Bei jemanden, dessen Ergebnisse in Nature erscheinen, sollten die wissenschaftlichen Zwecke nicht in Abrede stehen. (Ihre Arbeiten sind übrigens sehr lesenswert.) Sie hält die Kolonien in der Universität.
Hallo Jvic,
Leider schreibt Mme Dussutour nicht ausdrücklich „deux ouvrières“ oder „deux reines“. Betriebsblind, wie man manchmal wird, habe ich automatisch 2 Königinnen vor mir gesehen, auch weil die Haltung einzelner Arbeiterinnen irgendwie sinnlos erscheint. Einzelne Arbeiterinnen, die ein Jahr bereits überlebt haben, wäre auch ungewöhnlich, obwohl für Camponotus-Arbeiterinnen schon mal 5-7 Jahre Lebenserwartung angegeben werden. Das aber innerhalb eines Volkes.
Die Arbeiten von Frau Dussutour kenne ich zumindest oberflächlich (ist nicht ganz mein Gebiet) und habe nichts dagegen einzuwenden.
Ganz allgemein gesprochen muss man heute allerdings vorsichtig sein, Veröffentlichungen danach zu beurteilen, ob sie in einer renommierten Zeitschrift wie Nature, Science, Proc. Natl. Acad. Sci., Naturwissenschaften u.a. erschienen sind!
Ich bin für einige hochrangige Zeitschriften als Referee tätig und ich weiß, was da gelegentlich für Schwachsinn zum Druck eingereicht wird. Sind die üblicherweise zwei Referees nachlässig, erscheint solcher Mist auch tatsächlich in den Zeitschriften.
Das Problem ist heute, dass für die wiss. Zeitschriften ein „Impact Factor“ berechnet wird, der umso höher liegt, je öfter Arbeiten daraus in anderen Zeitschriften zitiert werden. Eine Anzahl von eigenen Publikationen in Zeitschriften mit hohem IF wird heute von jedem jungen Wissenschaftler verlangt, der sich z.B. auf eine Professur bewirbt. Natürlich kommen auf diese Weise auch wieder hauptsächlich Personen zu akademischen Ehren, die ihren Schülern (Doktoranden, Habilitanten) diese Strategie mit auf den Weg geben
Die Folgen sind katastrophal:
Erstens forscht und veröffentlicht man fast nur noch über Themen von scheinbar oder tatsächlich hoher Relevanz (für viele Kollegen interessant, führt zu vielen Zitierungen in deren Arbeiten). Viele wahnsinnig spannende Themen bleiben links liegen, weil nur für eine kleinere Gruppe von Wissenschaftlern interessant. Zum Beispiel findet man heute nur noch ganz wenig Grundlagenforschung über Ameisen in „besseren“ Zeitschriften. Wer nach wirklich spannenden Erkenntnissen sucht, wird oft eher in Provinzblättchen fündig!
Zum zweiten bemüht man sich intensiv um „sexy“ Themen, denen man einen attraktiven, möglichst aufregenden Titel geben kann, und wo man Beziehungen zu menschlichen Phänomenen/Problemen herstellen kann. Dazu bedarf es oft recht komplizierter gedanklicher Verrenkungen, und leider oft auch erheblicher Übertreibung. – Die einzelnen Wissenschaftssparten werden getrennt bewertet, z.B. Medizin: Da werden laufend Erfolge in der Krebsbekämpfung veröffentlicht. Man fragt sich, weshalb eigentlich Krebs trotzdem noch immer ein Thema ist!
Die Sekundärpresse tut das Ihre dazu, gerade über solche Veröffentlichungen zu berichten, die derartige manchmal tatsächlich, oft aber nur scheinbar „wichtigen“ Befunde enthalten. Es führt zu weit, hier ins Detail zu gehen.
@ Dark_Nemesis:
Das Thema Königinnen, Kolonien oder nur Arbeiterinnen ist oben beantwortet (bzw. auch nicht).
Selbstverständlich muss man zu wissenschaftlichen Zwecken immer mehrere, oft sogar sehr viele Kolonien derselben Art halten. Und dazu gehört nun mal, dass man sie komplett, mit Königin(nen) einsammelt.
„Da höre ich doch bei einigen Ameisenhaltern die Alarmglocken klingeln?“ – Das bezieht sich darauf, dass in den Foren (zurzeit besonders heftig im „Ameisenforum“) oft massive Angriffe auf Ameisenhalter erfolgen, die von Ausgrabungsversuchen berichten bzw. ihre Königinnen aus Freilandnestern holen wollen. Vielleicht ist es besser, die Königinnen von anderen ausgraben zu lassen und sie dann im Handel zu kaufen? :wink:
M.f. G.
Earlant
Wie auch immer man zu Ausgrabungen steht. ich würde durchaus eine Unterscheidung wagen zwischen der Haltung zu wissenschaftlichen Zwecken durch Wissenschaftler und der privaten Haltung wie ich sie betreibe. überspitzt gesagt: wissenschaftlich kann ja gerechtfertigt sein, was das privatvergnügen nicht legitimiert. Dazu sicher bald mehr im http://www.pm-ameisen-blog.de
Im Ameisenblog ist ein Interview mit Martin Sebesta erschienen. Er verrät welche Gabe der Ameisen er besitzen möchte und wer seine Heldinnen in der Ameisenwelt sind. Über Euren Besuchfreue ich mich.
Oh man, da freut man sich so auf das Video und dann ist es doch nix.
Zuerstmal, PTFE ist nicht flüssiges Silikon ... da hat sich kein einziges Silicium Atom rein verirrt.
Dann hab ich mir erhofft, daß es wenn schon kein richtiger Test (wie willst das mit so ner kleinen Kolonie auch machen ... 5 Ameisen kann ich auch mit nem Gespensterkostüm so erschrecken, daß sie nicht raus gehen) dann doch wenigstens, daß man sieht wie man die vorgeschlagenen Lösungen etc. richtig aufträgt. Also PTFE wurde ja sehr schlampig aufgetragen und wenn man so verschwenderisch mit umgeht ist es auch sehr teuer. Es sollte nur ein leicht weißlicher Film sichtbar sein und keine undurchsichtige Wand. PTFE soll ja nur die feinen "Poren" im Glas versiegeln ... wird es zu dick, kann es selber kleine Risse bilden über die die Ameisen drüber können bzw. unebenheiten da ja verschieden dick aufgetragen.
Paraffinöl ... da kann man ned viel falsch machen beim auftragen ... Öle trockenne aber manchmal ein oder neigen dazu sich zu Tropfen nach einiger Zeit zusammen zu lagern.
Und Talkum ... naja, was meinst wie schnell das ab ist bei ner größeren Kolonie ... hättest übrigens auch schöner auftragen können. Außerdem musste aufpassen da es Wasser zieht ... wird es zu feucht hält es Ameisen auch nicht zurück. manchmal muss man die Schicht auch anrauen.
naja ... wie gesagt, der Test hat mir weniger gut gefallen, hätte man besser machen können und informativer. und dennoch werde ich mir wohl auch das 3te Video ansehen ^^
Im Ameisenblog ist Ameisen-TV Folge 3 erschienen – die letzte vor der Winterruhe widmet sich dem Thema ernährung. Und da habe ich meinen Ameisen ein dreigängiges Menüg gekocht. Viel Spaß! http://www.pm-ameisen-blog.de/stories/14957/
Cool. Hatte diesen Thread noch gar nicht gesehen. Muss ich mir heute Abend nach Feierabend mal anschauen.
Aber mal andere Frage: Was ist Agar?? :?: