Ich finde es ein bisschen schade, dass hier immer wieder das Gleiche erklärt wird. Obwohl es in vielen Themen schon beschrieben wird.
So wird eine Farm aufgebaut:
Unten kommt eine 2 - 3 cm hohe Schicht wasserspeicherndes Granulat.
An einer Seite bastelt man sich aus einem Strohhalm oder dünnen Schlauch ein Bewässerungsschlauch, der oben und unten mit Watte verstopft wird.
Die Farm wird jetzt locker bis etwas 2/3 mit einem Sand-Lehm-Gemisch (Farbe nach Belieben) befüllt.
Jetzt wird bewässert (durch den Schlauch), bis das Tongranulat komplett dunkel gefärbt ist und das Sand-Lehm-Gemisch sich dunkel färbt. Bitte ein wenig warten, das muss erstmal langsam hochsteigen. Bei zu wenig Geduld wird es zu feucht.
Die Farm mit roter oder schwarzer Folie abdecken, um den Kleinen ein Untertagegefühl zu geben. (Die meisten Ameisen sind rotlichtblind.)
Jetzt kann es los gehen.
Die Farm muss erst wieder ebwässert werden, wenn das Granulat heller wird (Lasius niger), wenn das Sand-Lehm-Gemisch heller wird (Myrmica rubra). Das erkennt man dann! Das Granulat hält sehr lange durch.
Was man sonst noch machen kann:
Ich habe meinen Strohhalm nicht mit Watte bestückt, weil diese schimmeln kann. Mein Strohhalm ist mit Tongranulat gefüllt.
Neben dem Strohhalm buddeln die Kleinen am liebsten, weil es dort schön locker ist. Dort habe ich etwas Granulat oben auf gelegt und sie können dort nicht mehr graben.
Den Strohhalm kann man durch den einen Eingang der Farm ziehen. Die Freiräume vorsichtig mit Watte verstopfen, dann kann keiner fliehen. Wenn man die Farm öffnen will und da wohnen schon Ameisen, dann gehen die in den Angriffsmodus und es kann zu Verlusten kommen. Voll das Gewusel!
Man kann ein kleines Loch vorgraben, so dass die Kleinen schon mal einen Anfang finden.
Von oben würde ich nicht befeuchten, weil damit die kleinen Lehmteilchen aufgeschwemmt werden. Gerade kleine Ameisenarten haben Schwierigkeiten, die dann trocknende Oberfläche wieder aufzubrechen. (Außerdem sieht es nicht schön aus, denn man verschmiert sich damit die Scheiben.)
Mein persönlicher Erfolg:
Sowohl meine Lasius niger als auch meine Myrmica rubra sind innerhalb einer Woche vom Reagenzglas in die angebotene Farm gezogen.
ok das hatte ich mir irgendwo schonmal durchgelesen ^^
Ich hab aber die Sand-Lehm-Mischung nicht angefeuchtet bevor ich das Rg in das becken gesetzt habe.. dennoch sind meine kleinen ja schon in weniger als 12 Std komplett umgezogen und fühlen sich wohl.. jetzt wollte ich ja nur noch wissen ob es reicht wenn ich das becken regelmässig durch Sprühen befeuchte oder das nur alle paar tage machen sollte.. derzeit mach ich das jeden tag einmal...irgendwo hatte ich das wohl auch gelesen das diese methode mit dem Besprühen auch ausreicht ...
Scheucht das nicht andauernd unnötig deine Ameisen auf? Das ist doch purer Stress wenn mir jeden Tag einer das Dach übern Kopf weg nimmt.
@SummTrulli
So richtig verstehe ich deine Frage nicht.
Das "Becken" ist im allgemeinen als Arena gedacht. Hier sollen sich die Ameisen nicht eingraben, also wird hier der Bodengrund auch nicht befeuchtet. (Nur einmal bei der Installation. - Dann trocknen lassen und fertig ist der "steinharte" Boden, der die Ameisen nicht einstaubt und leicht zu reinigen ist.)
In der Arena solltest du also nichts besprühen. Ausnahme: tropische Ameisenarten benötigen eine hohe Luftfeuchtigekit etc., die man mit dem Besprühen erreicht.
Die Ameisen sollen vom Reagnezglas in die Farm oder ein anderes angebotenes Nest ziehen. Hier wird befeuchtet, sonst trocknen Ameisen und Brut aus und sterben. Da sollte man nichts besprühen, weil man ja immer den Deckel aufmachen muss, was Panikstimmung erzeugt. Hier wird wie beschrieben am besten durch ein Bewässerungsstrohhalm befeuchtet.
edit:
Ich habe mir gerade mal dein Profil angesehen. Dort steht, dass du deine Myrmica ruginodis nur in einem Becken hältst. Wenn das so ist, kannst du sie natürlich mit einer Sprühflasche befeuchten! Anders bekommst du ja gar keine ausreichende Feuchtigkeit hin.
So weit ich gelesen habe, sollte man den Nesteingang ein wenig meiden, weil die Kleinen sonst denken, dass es regnet. Dann kommen sie nicht mehr raus und verstecken sich.
ah jut dann wäre die frage nun auch geklärt ^^
Panik bekommen meine kleinen nicht da ich direkt durch das schutznetz sprühe und daher den deckel nicht aufmachen muss (und selbst wenn ich den deckel hoch mache zum füttern dann sind sie die ruhe in person) . Aber den Eingang meiden ist schwer da sich ca. 5 Eingänge zum nest im Becken befinden ^^aber ich versuch mein möglichstes ...
dann danke ich doch für die antwort :)
so jetzt hab ich auch mal eine frage, anscheinend, hab ich zu viel befeuchtet.... habe auch das ,,strohhalmsystem'' wie bekomme ich die feuchtigkeit jetzt raus?! in der farm sind alle gänge schon voll mit tropfen besetzt! und ich weiß das sie ienfach nicht einziehen wollen, weil es einfach zu feucht ist!
folgendes hab ich eh schon gemacht:
deckel ab, frischhaltefolie drüber und löcher reingemacht, das haben die ameisen gemerkt und ham oben alles zugebaut... jetzt kann das wasser natürlich auch nich mehr raus -.-
tja was soll ich ejtzt tun???!
lg julia
Also du meinst die Scheibe ist beschlagen oder???Also wenn ja, das ist nicht so tragisch eher normal!Das kann eigentlich nichts damit zu tun haben das deine Ameisen nicht einziehen wollen.
ja ich versteh das nicht! nein, beschlagen is es ja eben nicht... da sind wirklich überall tropfen!
vieleicht ein bild waere besser fuer uns zu verstehen?
DIe tröpfchen sind kondenzwasser! Das bildet sich wenn du zuviel befeuchtest und die belüftung nicht gut genug ist! Lass es mit dem bewässern erstmal und sieh zu das luft an die kleinen kommt (zbs. Edelstahlgitter o.ä. als abdeckung benutzen)!
Mfg Acid!