Hi und Hallo,
in keinem einzigen Eurer Beiträge wird "melli" mal gefragt, wie viele Beine denn nun maximal (!) die Biester haben und ob die huppen, schnell oder langsam krabbeln, sehr lang oder Kugelig sind... zumindest sollte eine Ferndiagnose zwischen adulten Acari (Arachnida) und Hexapoda, zB Collembola, unterscheiden können, wenn eine Lupe zur Hand ist. Das wäre doch mal eine hilfreiche Info um auf harmlose (?) Springschwänze hinzuweisen.
Die Beschreibung hört sich aber eh nicht gesund an, und bei einem derartig augenfälligen Befall in der Winterruhe ist ein Keulen wohl die beste Alternative!
jedesmal das Gleiche, habt ihr eigentlich Angst davor, dass jemand seine Milben erfolgreich bekämpft Nein, exakt auf diesen Fall warten wir sehnsüchtig und fiebern auf eine zuverlässige Bekämpfung von ua Milben, ohne die Ameisen zu schädigen oder gleich mit zu Exen... und auch nicht die berühmt-berüchtigten Teilerfolge, die bekomme ich auch mit doppelseitigen Klebeband und nem Feuerzeug hin. Teilerfolge sind bei Milben Nullerfolge, das habe ich in der Reptilienhaltung oft genug erfahren müssen.
Ulrich_W: zeige er den Weg und erleuchte uns! Wir werden Dich ehren als den "Milbenflüsterer"! :D
Und nenne uns die Mitbewohner (mit exaktem Laientauglichen Bestimmungsschlüssel), die definitiv nicht an der ruhende Brut knuspern... auch nicht bei Nahrungsmangel, oder Überbevölkerung, oder Sonntags! :eat02:
Aber Du hast mit einem Recht, denn es ist wirklich jedes mal das Gleiche... kaum wird auf irgendein Risiko in unserem Hobby hingewiesen, kommen gleich aus jeder Ecke Verharmlosung und "ach, ist doch egal"...
Ist es so schwer zu akzeptieren, dass unser Hobby viele Schattenseiten hat??
Denn wie soll das (Erkennen, Bestimmen) ein Laie, ohne Übung, der zum erstenmal einen Milbenverdacht in seinem Formikarium hat tun? Eben, wie sollte er das! Also ist der einzig sichere Weg das heisse Kaffeewaser.. nichts anderes schreibt "earlant" (ok, ohne Kaffee).
Sie (earlant) raten in diesem Forum Hobby-Myrmekologen beim kleinsten Milbenverdacht alles zu überbrühen Und irgendwo mit Recht.
Ich zB beherberge einen Haufen Völker verschiedener Arten und bin gerade im Thema "Milben und sonstige gefrässige Untermieter" sehr empfindlich.
Sobald ein Fall auftritt, in dem die Tierchen auf den Ameisen oder der Brut sitzen, wird die Kolonie gebadet! Ebenso und besonders Fälle, in denen ein RG massiv mit Aliens befallen ist... ausser natürlich mit auf Watte und Glas spezialisierte Destruenten, die ich aber ja nicht bestimmen kann, verflixt, also auch baden :dontknow:
Was nützt mir eine gründliche Beobachtung, wenn nun in dieser Zeit die "kleinen Untiere" meine restlichen Kolonien infizieren?
Soll ich den gesamten Bestand riskieren?
Dein letzter Absatz spricht für sich... zumal Du eine komplette Desinfektion des Halters sowie der Arbeitsgeräte nach jeder Handhabung mit infizierten Kolonien vergessen hast :D
Ach ja, und Milben haben Beine... ein massiver Milbenzug toppt jede Ameisenstrasse.
Meinungen gibt es viele, und so wie Du eine Beobachtung und versuchte Bekämpfung propagierst, darf doch ein anderer User das Keulen propagieren.
Ich wäre zumindest als Anfänger kreuzunglücklich gewesen, wenn ich mir durch den Hinweis "Beobachten" auch noch die anderen Kolonien versaut hätte... zumal ich aus mangelnder Erfahrung als blutiger Anfänger auch nach längerer Beobachtung genauso schlau wie vorher gewesen wäre... geschweige denn vernünftige Bekämpfungsversuche hätte einleiten können...
So kann Milli sich jedenfalls gefahrlos auf die nächste Saison freuen, sich eine strunzgesunde Kolonie zulegen und hochmotiviert mit überbrühten Futtertieren frisch ans Werk gehen.
Wer Milben oä sein Eigen nennen darf und sich an die Bekämpfung wagen will, der pfeift sowieso auf Empfehlungen und geht an die Erprobung der Bekämpfung!
Sahal,
tut mir echt leid, dass meine Ameisen nicht ständig Milben haben damit ich einen Weg finde sie zu bekämpfen, um euch die erwünschte Erleuchtung zu bringen! :cry:
Die Fakten haben wir doch schon ausreichend diskutiert, es gibt gutes und schlechtes Getier nebst den Ameisen im Formikarium und davon welches, dass sich erfolgreich bekämpfen lässt und welches das nicht!
Jediglich über die Anzahl und Häufigkeit lässt sich noch streiten!
Wie jeder einzelne Halter damit umgeht ist jedem selbst überlassen, aber dann gebt ihnen doch auch die richtigen Informationen!
Dein letzter Absatz spricht für sich... zumal Du eine komplette Desinfektion des Halters sowie der Arbeitsgeräte nach jeder Handhabung mit infizierten Kolonien vergessen hast
Ach ja, und Milben haben Beine... ein massiver Milbenzug toppt jede Ameisenstrasse.
Gezielte räumliche Trennung schließt aus dass so eine Milbenstrasse jemals ankommt! Oder will mir jetzt jemand erzählen dass solche Milben auf der suche nach Ameisenkolonien von Haus zu Haus ziehen?
Das ist z.B. wie mit einem Kopflausbefall, wenn die Kinder nicht mehr in die Schule gehen, dann bekommen sie auch keine Läuse!
Natürlich hat nicht jeder die Möglichkeit, seine Ameisen vorrübergehend bei einem Bekannten oder an weit entfernter Stelle unterzubringen, das steht aber auch gar nicht zur Diskussion!
Desinfektion? Habt ihr euch schon jemals nach dem Besuch einer Zoohandlung wenn ihr Futtertiere gekauft habt desinfiziert? Was bringt das überbrühen der Futtertiere an sich wenn ihr eh eure Ameisen auf andere Art infiziert!? Denkt mal darüber nach bitte! :?:
Die meisten Ectoparasiten werden, denke ich zumindest, nur auf dem direkten weg weitergegeben.
Aber das ist auch nicht der eigentliche Punkt um den es mir hier geht!
Die Myrmekologie respektive die Ameisenforschung und -Fachwelt ist schon ziemlich weit fortgeschritten und kam zu dem allgemein von euch anerkannten Schluß "töten bevor schlimmeres passieren könnte"!
Akzeptiert, aber die Forschung und Fachwelt für Ameisen interessiert sich ja auch für Ameisen und nicht für die Bekämpfung von Milben, sie hat ja auch keinen großen Nutzen davon?
Und noch viel schlimmer, ich unterstell mal es wird immer nur sofort zum heissen Wasser gegriffen!
Die Ameisenhaltung (Myrmekologistik? es gibt noch nicht mal ein Wort dafür! :lol: )hingegen steckt noch in den Kinderschuhen. Es gibt leider auch noch sehr wenig Literatur über die Ameisenhaltung. Und die Fachbücher über Ameisen gehen nicht oder nur sehr Oberflächlich auf Haltungsfragen ein. Fragen wie z.B. was muß ich beachten um das Risiko von Milbenbefall zu verringern und welche Methoden überhaupt vorhanden sind, mit denen ich dies versuchen kann und natürlich auch ob man überhaupt Aussicht auf Erfolg hat.
Also wie soll sich daran etwas ändern, wenn keiner den Mut hat, und ihr tragt ja kräftig zur Entmutigung bei, auch mal ein Risiko einzugehen und damit auch neue Wege zu gehen? Dies geht sogar soweit, dass manch einer nur belächelt wird wenn er erzählt er habe erfolgreich Milben bekämpft!
Im übrigen hatte ich selber schon einen Futtermilben Befall, den ich erfolgreich durch Entzug der Nahrungsgrundlage, wie weiter oben schon beschrieben, bekämpft habe!
Gruß
Ulrich
Hi Ulrich_W,
mist, und ich wollte schon die Birnen rausschrauben... ok, dann ohne Erleuchtung :D
Hoffentlich kann ich den Druckauftrag für die T-Shirts noch stoppen.
Akzeptiert, aber die Forschung und Fachwelt für Ameisen interessiert sich ja auch für Ameisen und nicht für die Bekämpfung von Milben, sie hat ja auch keinen großen Nutzen davon?
Und noch viel schlimmer, ich unterstell mal es wird immer nur sofort zum heissen Wasser gegriffen!
Wenn ein Institut über Monate oder besser Jahre die Forschungsobjekte bis zur Geschlechtsreife gezogen hat und plötzlich die gesamte Arbeit durch Milbenbefall bedroht wird... soll dann die ganze Forschung aufgegeben und sang und klanglos dem feuchten Grab übergeben werden? Jeder Forscher wird sich in den langen Rücken beissen. Neben der fetten Entäuschung stehen ja auch ne Menge Kosten dahinter.
Ich denke schon , das gerade die Institute ein großes Interesse an der Milbenbekämpfung haben, diese jedoch nur nebenbei führen können... wer soll eine zielgerichtete Forschung dazu auch bezahlen.
Zudem gibt es im Bereich Honigbienen ja bereits kräftige Anstrengungen, den Milben zu Leibe zu rücken... wenn das sicherlich auch nur sehr bedingt auf die Ameisen übertragbar ist.
Wie jeder einzelne Halter damit umgeht ist jedem selbst überlassen, aber dann gebt ihnen doch auch die richtigen Informationen! Hö? Mache ich doch: abbrühen!
Das ist nunmal der sichere und zuverlässige Weg, und die im Moment einzig richtige Information bei auch nur "vermutlich" schädlichem Befall... bevor es alles dahinrafft
Und wie ich schon schrieb, es mutet sehr seltsam an, dass auch Du "melli" nicht mal hier in den Posts nach weiteren Informationen über die Tieren gefragt hast... das wäre doch mal der Anfang, um die "unschädlichen" Plagegeister zu identifizieren.
Es ist eher für den Anfänger oder "Otto-Normal-Halter" wie mich die falsche Information, diese Problematik herunterzuspielen und zu "Doktor-Spielen" zu ermuntern, wohlwissentlich, dass in der unnatürlichen Enge eines Formis oder gar RG´s Milben ein schnelles Ende für die Pflegelinge bedeuten können.
Wer sich ernsthaft mit diesem Thema beschäftigen möchte, für den sind diese Infos ala Abbrühen doch sowieso uninteressant!!
Der wird sich an die Thematik schmeissen, Texte wälzen und eine Lösung suchen.
Gründet eine AG "Milben" und experimentiert und tauscht Euch aus... det meine ich ausnahmsweise ernst :D
Eine Gefahr für die restlichen Bestände besteht ja nach Deinen Worten nicht, da Du det zuverlässig trennen kannst... und Forschungsmaterial kann Dir/Euch dann und wann sicherlich ein Halter zusenden. Das Problem ist ja nicht ein Mangel an Milben, sondern dieses elende "nicht mehr los werden"... ergo sollten die Forschungsobjekte nicht knapp werden.
@Sahal: Erstmal habe ich doch gesagt das ich mir nicht sicher bin ob es Milben sind! Ich dachte es würde daraus klar, dass es mich interessieren würde, um was es sich sonst handeln könnte.
Hab mir das Getier mal mit der Lupe angesehen... Hab aber damit beim besten Willen nicht die Anzahl der Beine feststellen können, dazu sind sie zu klein und durchsichtig... Aber WENN es sich um Milben handelt, wären es doch 8 oder täusch ich mich da?! Aber sie sind ziemlich rund und springen nicht sondern krabbeln eindeutig. Das spricht doch schon mal für Milben oder nicht? Außerdem würde ich sagen das sie schädlich sind... da sie wohl eine Queen schon getötet haben. Das kann natürlich auch etliche andere Gründe haben...
Habe mich natürlich auch schon gefragt wie sie da überhaupt hingekommen sind, da ich ja die Futtertiere auch zuvor immer abgekocht habe.
Also gibt es zur Zeit keine (bewießen) bessere Methode als das überbrühen? Da ich ja jetzt in der Winterruhe kein Futter mehr geben, kann ich auch schlecht Futtermittel entziehen.
Ah ok danke earlant....es vergeht kein Tag an dem man nichts lernt :D
Hallo Melli,
es kann sich, denke ich, obwohl es sicherlich wieder jemand tun wird, niemand anmaßen zu wissen, was in deinem speziellen Fall das Beste ist!
Du hast die Wahl bzw. die Qual der Entscheidung.
Wenn du kein Risiko der Übertragung eingehen willst, dann ist überbrühen die Lösung.
Wenn du dir sicher bist, dass die Milben die erste Königin getötet haben dann hast du die Wahl kein Risiko einzugehen und sie zu überbrühen. Oder ein Risiko, wenn du sie räumlich trennst und eine der Methoden versuchst die in diesem oder anderen Foren schon zu genüge diskutiert wurden und du mit der Suchfunktion schnell findest.
Wenn es wie in meinem Fall z.B. Futtermilben sind, dann hilft meist schon der Nahrungsentzug. Dabei ist aber nicht das Futter der Ameisen gemeint, sondern das reinigen z.B. des Glasröhrchens, sodass keinerlei Futterreste oder verschmutzte Watte und dergleichen mehr vorhanden ist.
Also eventuell sogar Umzug, was ja aber mit nur der Queen und ohne die Brut zu vernichten so gut wie unmöglich ist.
Der Erfolg sollte nach wenigen Tagen sichtbar sein in Form von Rückgang der Anzahl der Milben.
Eine räumliche Trennung ist aber immer notwendig, weil man sich nie sicher sein kann, dass es nur Futtermilben sind und darum auch ein Restrisiko bleibt. Aber überbrühen kann man ein paar Tage später immer noch.
Sinnvolle und sehr einfache Methoden sind noch ein sehr feuchtes oder trockenes Klima zu erzeugen und oder oder die Temperatur zu verändern.
Ich hoffe ich konnte dir helfen und hab dich nicht nur verwirrt! :wink:
Gruß
Ulrich
Hallo,
wollte auch mal meinen Teil zu der Diskussion beitragen, da ich auch der Meinung bin, dass man eine Milben-befallene Kolonie nicht einfach so überbrühen sollte. Wie es scheint, sind Milben die grösste Hürde in der Ameisenhaltung. Warum dann sofort alles überbrühen. Da begebe ich mich lieber auf die Suche nach dem heiligen Gral der Ameisenhaltung und experimentiere rum, wie man die Milben sonst noch los werden kann. Dass das im Hinblick auf andere nicht befallene Kolonien gefährlich sein kann ist klar... aber es gibt nunmal nix umsonst.
Bei vielen (vor allem ektoparasitischen) Milben wird überbrühen wohl das beste sein. Aber gerade gegen die vermeintlich nützlichen Futtermilben lässt sich schon was finden. Ob man mit Entziehen von Futter eine Chance hat, weiss ich nicht. Denke aber mal, dass das gerade bei grösseren Formicarien nicht viel bringt, da einfach zuviel andere Sachen rumliegen die angeknabbert werden können.
Als Beispiel habe ich eine Lasius flavus Königinn. Diese hat sich eigentlich prächtig entwickelt, bis sich dann die ersten Larven verpuppt waren. Ab diesem Zeitpunkt sind mir kleine graue Kügelchen aufgefallen. Sah erstmal nicht schlimm aus. Kurze Zeit später war das ganze RG und die Königinn voll mit diesen Kügelchen. Die sind zwar wie wild auf der Königin rumgekrabbelt, haben diese allerdings genausowenig angezapft wie die Eier oder Larven. Die "harmlosen Futtermilben" haben nur die Puppe fein säuberlich ausgehöhlt, so dass es wirklich schwer zu erkennen war, dass da überhaupt irgendwas fehlte. Und ich hab mich die ganze Zeit gewundert warum da nichts schlüpft :roll:
Naja, jedenfalls wollte ich mir das nicht mehr länger angucken, die Königin aber auch nicht einfach töten. Da die Brut eh zerstört war habe ich mich für eine Radikal-Kur entschieden. Die Queen wurde ordentlich(5 min mit Wasser und Seife abgespritzt) gebadet, RG abgekocht um ihr danach eine hoffentlich sterile Umgebung anbieten zu können. Was das ganz gebracht hat ist fraglich und ob die Queen überhaupt ne Chance hat und noch ein 2tes Mal gründen darf man auch bezweifeln. Aber trotzdem ist es ein Versuch wert.
Ich jedenfalls äschere meine Kinder nicht gleich ein, nur weil sie mal mit Flöhen nach Hause kommen.
Also ich habe mich jetzt dazu entschieden eine von den zwei übrigen Queens zwangsumzusiedeln. Habe die Queen mit den wenigsten "Tierchen" im Rg in ein neues gesetzt und ein paar Larven von der Brut dazu. Hoffe das ich nicht die kleinen Untermieter mitgeschleppt habe... Aber ich muss nun erst mal sehn wie die Queen das verkraftet... Auf ihr saßen noch keine Milben... Aber da sie ja schon so gut wie in der Winterruhe war.
Also: Ich habe es noch eine Nacht überschlafen und einen Tag überdacht, ob ich das Folgende wirklich posten soll. Aber mein Gewissen plagt mich derart, dass ich es nun doch schreibe:
Ich widerrufe alles, was ich bisher über Milben im Formikarium gesagt habe! Das war alles falsch , Ihr habt mich überzeugt, allen voran Ulrich_W mit seinen unwiderlegbaren und offenbar zuverlässig recherchierten Ausführungen. Hätte ich das doch vor 45 Jahren schon gewusst: Meine wissenschaftliche Produktion wäre wesentlich höher ausgefallen. Aber leider gab es die Leute da noch nicht, die mich so liebevoll über meine damaligen und heutigen Fehler hätten aufklären können.
Also: Freut Euch, wenn Ihr Milben im Formikarium habt ; da lebt und wimmelt wenigstens etwas, und um Futterreste und Abfall braucht Ihr Euch keine Sorgen zu machen.
Ameisen sterben auch so, und dann werden sie von den guten Milben entsorgt. Setzt einfach neue Ameisen rein, dann habt Ihr weiterhin Freude!
Man soll die guten Milben nicht verteufeln, weil es ein paar Arten gibt, die auch mal vielleicht und unter Umständen für die Ameisen schädlich werden könnten.
Schließlich wären solche „bösen“ Milben ja auch ein sehr gutes Mittel um das allzu üppige Wachstum Eurer exotischen Ameisen auf natürliche Weise zu bremsen. Bestimmt weniger grausam als die Ameisen hungern zu lassen oder in zu enge Behälter zu pferchen.
Sehr schade, dass der Ameisenladen Mühlhausen aufgehört hat: Da konnte man sich Zuchtansätze nützlicher Milben und Springschwänze kaufen! Vielleicht kann man den ehemaligen Herrn Geschäftsführer mal anschreiben, ob er nicht wenigstens unter der Hand noch ein paar Ansätze verkaufen kann.
Vielleicht kann der eine oder andere, der viele Milben im Formikarium hat, diese auch zu Geld machen, anstatt sie samt den Ameisen mit heißem Wasser ins Jenseits zu befördern?
Empfehlenswert schließlich: Schälchen mit Futterresten und Milben aus einem gut besiedelten Formikarium auch in andere Formikarien setzen, denen diese nützlichen Abfallverwerter bisher fehlen! Das beschleunigt den natürlichen Ablauf des Überwanderns ganz ungemein.
Man wird schnell eine Zucht von guten Milben etabliert haben, und die „bösen“ muss man dann halt gezielt eliminieren.
Und wenn es doch mal zu viele Milben werden sollten, was sehr selten und nur ausnahmsweise mal vorkommen dürfte, dann gibt es das bewährte und von usern sehr gelobte Milben-Mittel, RepGuard von Namiba terra (Adresse ist hier irgendwo in einem anderen Milben-thread; Suchfunktion!)
Es tut mir sehr Leid, dass ich Euch so lange falsch beraten habe. Ich gelobe Besserung und überlasse das Thema Milben denen, die darüber so viel mehr wissen als ich.
Viel Erfolg weiterhin mit der Ameisen-Haltung wünscht
Euer Earlant
:grin:
Auch wenn es sicherlich sehr amüsant zu lesen ist, so möchte ich alle (die es nicht gleich erkannt haben), darauf hinweisen, dass earlants Post eher als Ironie zu verstehen ist und die wirklich Aussage zu beachten ist:
Es gibt gutartige und bösartige Milben. Jedoch sollte keine Naivität bei Milben vorherrschen, da sie u.U. große Schäden an einer Kolonie anrichten können.
Bitte beobachtet eure Kolonie, sobald sich ein Milbenbefall zeigt. Sollten sich negative Auswirkungen deutlich hervortun, so tötet die Kolonie ab, bevor schlimmeres passiert (zudem aus Respekt gegenüber der Kolonie).