Du kannst dich ja hier mal im Forum umsehen oder im Album nach Bildern ein bisschen umsehen. Zu fast jeder Art gibt es hier im Forum Leute die ihre Erfahrungen darüber geschrieben haben. Bei Pheidologeton diversus gibt es beispielsweise auch viele Berichte von Haltern, darunter auch ich welche ihre Erfahrungen von Beginn mit der Kolonie aufgeschrieben haben. Ich denke da kannst du schon einiges wissenswertes sammeln.
Es ist besser wenn du dir mit dem Entschluss noch ein bisschen Zeit lässt, ausserdem entpuppen sich auch Arten ohne Soldaten oftmals als nicht weniger interessant. Das kannst du mir ruhig glauben, schliesslich bin ich auch sehr interessiert an Gattungen mit Soldaten Kasten und exotischen Arten.
Wenn du dich anfangs ein bisschen einüben möchtest und die Brutpflege auch gut mitbekommen willst, ist es besser eine etwas grössere, leicht zu pflegende Art zu nehmen, später kannst du dich ja immer noch für Exoten entscheiden.
Aber wie gesagt, nimm dir alle Zeit denn eine Fehlentscheidung die du im Nachhinein bemerkst ist sicherlich auch nicht gerade vorteilhaft. :wink:
Mfg Darkness
Hi und Hallo,
mich hatten zu Anfang auch Soldaten und andere polymorphe Arten fasziniert. Da es zu der Zeit noch wenige Informationen gab, habe ich mich auf die öde, kleine und nichtssagende Lasius niger beschränkt.
Nunja, ich bin jetzt seid über 7 jahren bekennender Lasius niger - Fan :D
Kasten, Soldaten... jo, klingt alles sehr interessant... Ernteameisen, super wie die ihr Ameisenbrot "backen". Tja, und nach sehr kurzer Zeit wird es Dich langweilen (oder besser: es wird normal). Dann fängst Du an, Dich auf andere Sachen zu konzentrieren: Brutpflege, Strukturen und Verhalten der Staaten. Dann wird mit Nestern experimentiert, die Arenen eingerichtet und und und... und irgendwann hast Du sogar die Ausbruchssicherung im Griff (vor allem Routine)
Gerade kleinere Arten wie Lasius niger können auch bei großer IndividuenZahl noch in überschaubaren Becken gehalten werden. Die Biester sind agil und schnell, sehr interessant und verzeihen auch recht grobe Anfängerfehler... und wenn mal eine entwischt, bilden sie kaum eine Gefahr für die heimische Natur.
Erfahrungen sind für viele Arten wichtig, wenn nicht sogar Voraussetzung. So wie Du Autofahren nicht aus Büchern lernen kannst, wirst Du durch lesen nicht zum erfahrenen Halter! Und nicht zuletzt: die Ameisen haben diese Bücher nicht gelesen... und sind immer für Überraschungen gut.
Fange mit einer (im ersten Blick) simplen Anfängerart an und sammle dort Erfahrungen... und wenn Du Dich sicher fühlst, steigst Du auf eine andere Art um.
Ich wette eine kaum gebrauchte Thermosflasche gegen eine Wolldecke, das Du spätestens eine Woche nach Erhalt der Kolonie auf dem Schlauch stehst und plötzlich Fragen über Fragen auftauchen... dafür musst Du Dich nur mal im Forum umschauen :D
Bei anspruchsvollen Arten kann es da schon zu spät sein!!!
Und ein Tipp von mir:
lege Dich jetzt nicht auf eine interessante Art fest ! Fange mit zB Lasius niger an... und dann schaue nach nem Schnäppchen. Wer weiss, wo es Dich dann hinschlägt :grin:
Und die Winterruhe kann sehr erholsam sein, auch wenn Du es jetzt nicht glaubst... ich hätte schon was dafür gegeben, meine (jetzt 2) Weberkolonien mal für nen Monat in den Kühlschrank zu stopfen...
Jo, und wenn Du ein wenig Kenne hast, schau mal nach Messor structor...
geringfügig kleiner als Messor barbarus, aber stark polymorph ( verschiedene Arbeiter bis zum heissgeliebten Soldaten).... etwas lahmarschig, aber leicht am Ausbruch zu hindern. Die Vermehrungsrate ist auch nicht schlecht... aber braucht Platz. Es werden echte Strassen zu den Körnern gebildet (Atta-ähnlich), und sie nehmen Körner, Früchte und Insekten... also alles vereint.