hallo gorilla
es ist sehr traurig deinen letzten bericht zu hören. :( ich denke du hast keine fehler gemacht die letztendlich zum tod der königin führten
ich kenne jemanden den sind auch in den letzten tagen welche gestorben.
es ist schon eigenartig das sie vorher noch immer so munter sind.
aber ich sagte dir ja schon das die chancen bei 50% liegen sie durch die erste phase zubringen.
ich kann deinen schmerz nachvollziehen mir ist auch vor geraumer zeit eine königin von anderen ameisen gestorben.
kopf hoch das ist nicht das ende! hört sich hart an, is aber so.
meld dich heut mal bei mir gegen 20 uhr.
grüsse
steven
Hallo Gorilla,
Deine Nachricht über den Tod der Königin hat mich natürlich auch sehr betroffen gemacht. Du hast viel Zeit und Engagement in die Planung investiert, und Deine Freude war groß, als Du die Kolonie in ihr Becken setzen konntest. Diese Freude spiegelte sich ja auch in Deinem Haltungsbericht wieder.
Alles ließ sich gut an und dann dies jähe Ende. Ich kann Deine Enttäuschung und Traurigkeit verstehen. Mir würde es nicht anders gehen. Aber Einbrüche solcher Art wird es in der Ameisenhaltung immer mal wieder geben. Dann tauchen Fragen nach dem "Warum" auf, und es gibt keine Antwort darauf - nur vage Vermutungen. Die Ursache für den plötzlichen Tod der Königin kann vielfältig sein. Man steckt nicht in den Tieren drin. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der Grund in fehlerhaften Bedingungen gelegen hat. Der Grund wird ein Geheimnis bleiben, dass die Königin mit "ins Grab" genommen hat.
Es ist eine bittere, traurig-enttäuschende Erfahrung, die Du gemacht hast, aber sie wird Dir nicht die Freude an der Ameisenhaltung nehmen.
Viele Grüsse
Hi Mike,
auch von mir mein Beileid, die Sache fing so gut an und fand so plötzlich und unverhofft ein schnelles Ende. Ich wünsche dir für deine zukünftigen Kolonien auf jeden Fall viel Erfolg und auch das sich die Myrmecias jetzt richtig gut entwickeln und vielleicht legst du dir ja bald wieder ne neue Kolonie Atta´s zu :-)
Ich hätte auch gerne eine aber habe leider kein Platz :-(, für mich müssen die Pheidologeton diversus erstmal reichen.
Schöne Grüße und nen schönen Tag Dir!
Sebastian
@ Gorilla
Mein Beileid zu diesem tragischen Unglück, wird dir ja leider auch nicht helfen können. :(
Ich kann schon mitfühlen wie sich so ein Königinnen Tod anfühlt, vor allem dann wenn man gerade denkt alles läuft bestens und sich riesig über die kleine Kolonie freut. Ich kann mir ja auch gut vorstellen, dass du dich vor dem Kauf äusserst präzise informiert hast sowie dir alle Mühe gemacht hast diese Kolonie bestmöglich zu umsorgen.
Da trifft einen so etwas wirklich wie ein Schock.
Ich hoffe für dich das deine Myrmecia pavida sich dafür weiter gut entwickeln, die neuen Bilder sehen ja viel versprechend aus :wink: , und du so von diesem Vorfall etwas wegkommst.
Mfg Darkness
Das is echt schade :(
Aber mal ne frage: könnte es nicht sein, das auch die Pilzspende daran schuld war? Das soll ja nicht immer klappen und vl haben die so neuen Arbeiter ( die sicherlich auf dem Pilz waren) die eigenen Unterdrückt oder so? Vielleicht hat sie den fremden Pilz nur scheinbar angenommen?
hm, naja, viel glück mit deinen anderen ameisen :) wird schon gut gehen.
cya
Edit: achja, glaub mir, ich weis wie dir jetzt zu mute ist, ich selbst habe in der ameisenhaltung schon einen einschlag nach dem nächsten erleben müssen. Halt uns mit dem Myrmecia weiterhin am laufenden ja? ;)
@Georg
erkläre doch mal genauer wie du das mit der pilzspende könnte daran schuld sein meinst!?
grüsse
steven
ich hab bisher auch immer nur von erfolgreichen pilzspenden gehört, ist mir neu, dass es damit probleme gibt.
Hi,
erst mal mein Beileid.
Meiner Meinung nach kann es viele Möglichkeiten haben, weshalb die Königin gestorben ist.
- Es könnte daran gelegen haben das du ihr zu viel Pilz gegeben hast, und der Geruch (dieser typische honigartige Geruch den eine Atta Kolo ausstrahlt stammt nur von der Königin und nicht vom Pilz) der Königin nicht ausgereicht hat um für die Arbeiter noch attraktiv zu sein.
- Das Becken (was in diesem Fall als Pilzkammer diente) war für den Anfang zu groß, so dass, die Ameisen es nicht richtig klimatisieren konnten.
- Der größten Fehler den du meiner Meinung nach gemacht hast ist, dass das Becken nicht mit einem dicht schließenden Deckel versehen war, um eine möglichst hohe Luftfeuchtigkeit zu haben. 70-80% Luftfeuchtigkeit sind definitiv zu wenig, in ihrem Heimatland fällt die Luftfeuchtigkeit das ganze Jahr über nicht unter 80%, und unter der Erde ist die Luftfeuchtigkeit automatisch noch um einiges höher.
Außerdem hätte ein dicht schließender Deckel Luftverwirbelungen usw. von den Ameisen fern gehalten, was ihnen eine Menge Stress erspart hätte.
Aber ich will ja nicht nur Kritik äußern, sondern vielleicht auch ein paar Anregungen schaffen wie man es besser machen könnte.
Ich benutze für den Anfang eine kleine Kunststoffschale mit einem relativ dicht schließenden Deckel, so das die Luftfeuchtigkeit immer sehr hoch ist, jedoch sollte sich nicht zu viel Kondensat in der Dose bilden, ein bisschen ist OK.
Als Substrat benutze ich einfachen Sand aus dem Garten, man kann jedoch auch Aquariumsand benutzen oder Seramis. Bei Seramis nimmt man den Ameisen allerdings die Möglichkeit das Klima in der Dose etwas selbst zu bestimmen, da sie mit ihm keine kleinen Ritzen usw. durch die Luft kommt zustopfen können. Seramis hat allerdings die Vorteile, dass man am Farbumschlag die Feuchte erkennen kann und das die Ameisen mit ihm nicht den Pilz bedecken können, so dass, man von ihnen nichts mehr sieht.
Man sollte immer darauf achten, dass der Sand feucht ist, jedoch auf keinen Fall zu feucht (matschig), oder zu trocken (das es nicht mehr “pappt“), bei Seramis sollten sich keine hellroten Stellen bilden, dann ist es zu trocken, jedoch sollte immer alles Wasser vom Seramis gebunden werden.
Als Nahrung biete ich meist mehrer Dinge an. Auf jeden Fall gibt es alle 2 Tage neues Futter und das Alte wird entfernt (jedoch nicht die schon geschnittenen Stücke, außer sie sind zu alt). Als Grundstock gibt es immer Liguster, Apfel, Brombeere, Zuckerwasser (ein Tropfen), Möhre und Eibe, dazu gibt es je nach Vorhandensein noch junge Rosentriebe, Winterblüher usw. Auch wenn manche Sachen aus dem Grundstock scheinbar nicht angerührt werden gebe ich es alle 2 Tage neu. Ich versuche den Ameisen dann meist auch nur so viele Nahrungsmittel zu geben, wie sie auch in 2 Tagen aufbrauchen können um sie nicht mit unnötigen reinigen usw. der Nahrungsmittel zu übervordern.
Hier noch ein kleines Bild einer solchen Dose um es etwas zu veranschaulichen:
Hi,
versuche mal deine Fragen so gut wie möglich zu beantworten.
Es sei jedoch gesagt, dass der Deckel komplett mit luftdurchlässiger Gaze versehen ist und zusätzlich von mir zum größten Teil abgedeckt habe.
Habe ich wohl überlesen.
Die verbliebenen Arbeiter haben eine kleine Nestanlage gebaut und der Pilz sieht hervorragend aus.
Weil sie sich jetzt das Klima gescghafen haben was ich in der Dose versuche von Anfang an zu schaffen.
O.K. er ist mind. doppelt so groß wie der von Dir abgebildete aber er gedeiht hervorragend. Die Arbeiterinnen wurden ohne Probleme angenommen.
Wenn du demnächst eine Königin dazu setzt kann es sein das sie ohne Probleme angenommen wird, da du die alte entfernt hast und sich der BNestgeruch bis dahin vielleicht schon verflogen ist. Jedoch würde ich mir an deiner stelle mal die Frage stellen ob es sich wirklich lohnt die Kolo zu puschen.
Wie verhinderst Du ein ausreissen Deiner Worker und dennoch zusätzliche Luftzufuhr zu gewährleisten?
Der Deckel der Dose schließt so dass die Ameisen nicht raus kommen aber noch etwas Luft zirkuliert. Ausserdem habe ich den obersten Rand (ca. 1cm) mit Talkum eingerieben. Diesen Rand erneuere ich meist bei jeden 2 füttern, da er sich dann schon abgenutzt hat. Dies ich, da ich es nicht für klug halte eine so kleine Kolo in einem so kleinem Behälter mit Öl zu belasten.
Ich nehme an, die Queen lässt sich auf dem freiliegenden Pilz nieder!?
Sieht man auch auf den Bildern (zwar schwer), dass die Queen auf dem Pilz sitzt
Ich hatte vor, die vorhandenen Worker mit der neuen Kolonie zusammenzuführen.
Behutsam stück für stück.
Sollte ich die Pilzgabe verkleinern, könnte ich bei entsprechendem Wachstum der Kolonie später mehr hinzugeben.
Wie oben schon geschrieben halte ich es nicht für sinnvoll eine Kolo die eigentlich schon OK ist zu puschen. Zumal die Kolo noch schnell genug wachsen wird und du dir vielleicht bald wünschen würdest auch etwas Pilz abzugeben. Man sagt ja auch nicht ohne Grund das eine einjährige Kolonie in der freien Natur nicht mehr ausgrabbar ist.
Ganz wichtig ist für mich noch, wie die Ameisen sich in den Startdosen verhalten, zwecks späteres Umsetzen (graben)?
Anfangs kann es sein das sie sich eingraben, später jedoch wird der Sand über ihnen nicht mehr halten, so dass sie bald frei in der Dose sind. Was ich oben vergessen habe zu erwähnen ist, dass ich nur eine Seite der Dose mit sand etwa 2cm hoch befülle, so dass, sie sich das passende aussuchen können und man auch so Sachen wie Apfel füttern kann ohne das er direkt mit Sand verklebt.
Und vor allem, wie größenmäßig umzusetzen ist?
Hoffe ich habe die Frage richtig versatanden, man merkt wnn man sie umsetzen muß und sie mehr Platz brauchen. Würde sie dann aber nicht in eine zu große Dose setzen, sondern einen 2-3 mal so großen Behäter nehmen.
Seramis als unterste Schicht oder vermengen mit Erde?
Wenn du seramis zusammen mit Erde (besser Sand) in ein ein Becken gibst ist es egal ob du es vermengst oder als unterste schicht nimst, die Ameisen werden es früher oder später eh komplett vermengen. Man kann aber auch nur Seramis nehmen, was den Vorteil hat, dass die Ameisen ihn schlecht an die Scheiben usw. kleben können und das sie sich damit nicht zubauen können.
Hoffe ich konnte dir und anderen damit weiter helfen.
Die kleinen Behälter befeuchte ich bei Bedarf (wenn der Sand anfängt ein bisschen bröselig zu werden, wenn der seramis heller wird), dann werden 5-10 ml Wasser mittels Spritze möglichtst dort auf den Sand verteilt wo keine Gänge sind. Wenn mal eine Ameise verschüttet wird macht das in der Regel auch nichts, da sie dann so lange stridulieren bis sie von den anderen ausgegraben wird.
Bei großen Kolonien Atta stellte sich die Frage der Befeuchtung eigentlich nicht, da die Tiere genügend Feuchte über die Nahrung eintragen. Ich hatte wenn nur das Problem, dass es zu feucht wurde. Hatte aber zwei Löcher (ca. 5 cm) in der Deckscheibe von den eines immer geschlossen war, wenn es nun zu feucht wurde habe ich das andere Loch auch noch geöffnet und einen CPU Lüfter drauf gelegt, diesen ließ ich solange laufen bis sich kein Kondensat (ca. 10 mn) mehr an den Scheiben befand, dies wiederholte ich jeden Tag einmal bis die Feuchte im Becken wieder OK war.