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gonzobey: (9. Mai 2005 18:09)

Hallo Aleks,

die Tierhaltung in der Schule ist allgemein nicht verboten, sie unterliegt nur strengen Regeln. Pädagogisch gesehen wird der Umgang mit Lebewesen und die damit verbundene Verantwortung befürwortet, nur leider sind in letzter Zeit immer mehr Rundschreiben mit Einschränkungen dazugekommen.

Das die Tiere artgerecht gehalten werden sollen, erklärt sich von selsbt, ist aber immer gut, wenn es nochmal in den Vorschriften auftaucht. Nun stört mich da nur ein kleiner Satz (Zitat): "Tiere, die Vergiftungen auslösen oder Krankheiten übertragen, dürfen nicht gehalten und nicht zu Demonstrations- und Beobachtungs-zwecken eingesetzt werden."

Teilweise ist sind Versuche mit Drosphila (ein klassisches Versuchstier in der Genetik, wie auch bei guten Biolehrern im Unterricht :O) schon eine Grauzone, weil es könnten ja weiß Gott für Krankheitserreger auf den Schüler überspringen. Wie sehen die das dann mit Heuschrecken, Fliegenmaden...????

Der nächste Punkt der Futterinsekten eigentlich in der Schule schon ausschließt ist, dass den Lebewesen keine Schmerzen oder Leiden zugefügt werden dürfen. Sie werden aber verfüttert, wie sieht man das dann? An meiner alten Schule haben wir Falken, die bekommen 1-2 tage alte Kücken, ich kann Dir aber nicht sagen, ob die dafür ne Sondergenehmigung brauchten oder ob sie das mit argerechter Haltung (und somit auch Fütterung) verkaufen konnten.

Hinsichtlich der Entnahme von Tieren aus der Natur für die Schule gelten die Bundesartenschutzgesetze, wie für jeden Normalmensch auch.

Soviel zum Punkt Schule!

Ameisen in freier Natur fressen was sie brauchen und wenn ihnen da eine Raupe entgegenkommt, ist die es halt. Das diese vielleicht mit parasiten befallen ist, kann sein, muss aber nicht - so ist Natur. Wieso siehst Du also ein Problem Dir Dein Futter aus der Natur zu besorgen? Ich sehe keins, nur sehe ich ein Zeitengpass (siehe post oben).

Und nun das interessanteste. Das Futtermittelgesetz ist hinsichtlich der Hygiene und Zusatzstoffe teilweise strenger und rigoroser mit den Strafen als es beim Lebensmittelgesetz gehandhabt wird. Das Futterzuchten, wie wir anfänglich immer glaubten, nur so von Parasiten und Milben wimmeln ist folglich nicht anzunehmen - rein theoretisch könnten wir sie sogar essen (ich würde es zwar nciht tun, aber das ist ein anderes Thema). Seit dem verfüttere ich ohne schlechtes Gewissen meinen Ameisen Pinkies ohne sie vorher zu überbrühen. Und ich kann Euch zwei Dinge aus 1,5 jähriger Erfahrung sagen: Ob die Weber, Myrmica, Lasius oder Servis alle haben die Pinkies zum fressen gern und ein Milbenfal oder ähnliches hatte ich noch nie. Soviel dazu, mag es aber jeder handhaben wie er möchte.

So zu guter Letzt noch einen Link zur Frage nach dem lateinischen Namen und eine mögliche Bezugsquelle Pinkies

Lg Bianca :wink:

Aleks: (10. Mai 2005 15:59)

Hallo Bianca,

vielen dan für dein Erklärung.

Was die Frage angeht, ob es nicht gefährlich wäre Insekten von der Natur zu fangen, hab ich sie nur desswegen gestellt, weil ich hier auf dem Forum so einer Meinung gehört habe. Ich selbs habe damit kein Problem. Auch nicht bei Spinnen oder Eidechsen.
Ich hab meine Futtertiere selbs gezüchtet und auch (in den Sommermonaten) selbst gefangen.


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