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Trajan: (23. Mai 2003 16:26)

Ich halte meine in einem PVC Terrarium.
Übrigens.die Ameisen habe ich in tunesien gesehen.
Da gabs überall welche.ich wünsch dir viel Glück,dass du eine findest.Fährst du ans mittelmeer?

Scooby: (23. Mai 2003 16:32)

Jap!
Seit mehreren Jahren schon, immer im Urlaub versteht sich, beobachte ich sie. Sind echt faszinierend! Sie bilden ebenfalls Straßen, wenn sie was zum Futtern gefunden haben. Interessant sind die Soldaten! Habe mal beobachtet, wie sie gegen eine feindliche Gattung ein Stück Wurst verteidigten. Die können mit einem einzigen Biß (keine Untertreibung!) einer anderen eine Gliedmaße oder sogar den Kopf abtrennen. Wirklich krass und das bei ihrer geringen Größe.

Trajan: (23. Mai 2003 16:41)

Ich muss dir zustimmen sie warn schön zubeobachten.
Da wo ich war gabs massenweise Laufkäfer oder so,die konnt man sich so schnappen.ich hab mir einen geschnappt und in die ameisenmeute reingeschmissen,der hat nicht lange gelebt!

Scooby: (23. Mai 2003 17:16)

Als ich noch jünger war hatte ich auch so ähnliches gemacht, würde mir heutzutage aber nicht mehr passieren. Keine Ahnung, ich finde das irgendwie unfair, weißt Du!?
Neine Nepenthes (Kannenpflanzen) füttere ich nur mit rohem Fleisch und mein Buthus occitanus (Skorpion) muß sich die Heimchen, die ich verfüttere schon selber fangen.
Was ich damit sagen will ist, daß ich es ehrlich gesagt etwas schade finde, wenn man ein Beutetier dem Jäger direkt "vor die Nase" hält. Passiert ja auch nicht in der freihen Natur, weißt Du!?
Auf jeden Fall hast Du schon Recht, die Pheidole kommen wirklich in Massen und zerlegen die Beute in Kürze. Eben das ist ja auch ihre Stärke. Du kennst doch das Sprichwort: "Viele Kleine sind oft stärker als der stärkste Einzelne!"

gonzobey: (23. Mai 2003 23:13)

Ich mische zu dem Honig immer ein bischen Wasser, damit haben die Ameisen gleichzeitig Flüssigkeit aufgenommen und trocknen mir nicht aus.

Das mit dem Aushöhler der Larven kenne ich auch bei meinen Myrmika. Obwohl die ja etwas größer sind als Lasius niger, muss ich trotzdem immer den Kopf abtrennen.

Kann Dir aber nur den Tip geben, die Larven, Würmer... was auch immer Du an "Eiweißnahrung" anbietest mit heißen Wasser abzubrühen, damit sich Deine Kolonie keine Parasiten einfängt.

Scooby: (24. Mai 2003 01:46)

>Kann Dir aber nur den Tip geben, die Larven, Würmer... was auch immer Du an "Eiweißnahrung" anbietest mit heißen Wasser abzubrühen, damit sich Deine Kolonie keine Parasiten einfängt.<
Huuh, das wußte ich nicht! Nice to know. Tja Du siehst Trajan, man lernt doch nie aus. Danke gonzobey! Das war ein wertvoller Input. Ich hoffe meine Kleinen haben sich nicht schon was gefangen.
Jetzt hab ich da aber doch mal ne Frage: Woran erkenne ich, wenn sich meine Pflegekinder einen Parasiten eingefangen haben?? War mir, soweit ich weiß, noch nie passiert. Gibt es Methoden (außer abbrühen), um Parasiten zu unterbinden??

Scooby

Nazghoul: (24. Mai 2003 09:13)

Meine Lasius Niger haben schon viele Insekten vertilgt, aber bei Rindermett war der Schwarm wie wild.
Da habe ich selbst meine Herculeanus zum ersten mal Fleisch fressen sehen.
Seit ich das so mache ist die Milbengefahr natürlich stark gesunken.
Es ist aber klar das man um das Füttern von Insekten nicht ganz herum kommt. Egal ob man Milch oder Fleisch füttert.
Ich füttere konservierte (Mehlwürmer) oder abgebrühte Insekten (Mikroheimchen)

Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, das grade sehr kleine Kolonien (z.B. Gründerkolonien) das Fleisch den lebenden Insekten vorziehen. Ich nehme an weil die Gefahr von Arbeiterinnenverlusten so geringer ist. Sowas stecken Gründerkolonien nicht so gut weg.

Na ja, wer geht nicht gerne den Weg des geringsten Wiederstands?! :-)

gonzobey: Erkennen von Milbenbefall (25. Mai 2003 08:20)

Also wenn Du Deine Ameisen unter einer Lupe anschaust sieht man den Milbenbefall. Es gibt viele unterschiedliche Arten von Milben. Laut Buschinger handelt es sich um Ektoparasiten, d.h. die heften sich an den Chitinpanzer von aussen. Das gefährliche daran ist, dass sie die Brut aussaugen.

Trajan: Nachts (25. Mai 2003 12:18)

Frisst Lasius niger eigentlich nur nachts?
Denn tagsüber sehe ich nicht ein Tier das an dem Honig
schleckt.

Nazghoul: (25. Mai 2003 12:53)

Also meine Lasius Niger sind am Tag sehr aktiv. Eingeschlossen die Futtersuche.
Die meisten Arbeiterinnen sind allerdings mit Brutpflege beschäftigt. Es sind nie mehr als 5 Arbeiterinnen im "Außendienst".
Wie fütterst du denn den Honig. Ist er leicht verdünnt?


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