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Zenki: Wie gefährlich können Ameisen sein? (5. Jul 2007 10:27)

Ich habe gerade im Ameisen-Wiki folgendes Bild gesehen...

http://www.ameisenwiki.de/images/3/30/WallisUrlaub4.jpg

1. Pachycondyla (Südamerika)
2. Myrmecia (Australien)
3. Manica rubida (einheimische Art)
4. Myrmica rubra (einheimische Art)
5. Tetramorium (einheimische Art)

Also wenn mir eine von den großen über den Weg laufen würde, würde ich schreiend weglaufen :lol:
Die sind wirklich gigantisch groß.

Hält vielleicht jemand von Euch solch Exemplare?
Weiß von Euch vielleicht jemand, ob diese gefährlich sind, oder ob es überhaut richtig gefährliche Ameisen gibt?

Würde mich echt mal interessieren, aber nur so aus neugier.
Ich möchte erwähnen, dass ich solche Arten nicht halten möchte.

Ant27: (5. Jul 2007 12:24)

Also ich weiß nur, das Myrmecia pavida aus Australien Wespenähnlich stechen kann. So heißt es zumindest, in Wirklichkeit ist vielleicht schlimmstenfalls eine kleine Schwellung zu sehen, ähnlich eines Gelsenstichs, außer bei Allergikern, da ist das wieder anders. Von den anderen weiß ichs nicht.

LG Martin

Cobalt: (5. Jul 2007 12:49)

Alter Schwede ... also bei 2 cm Ameisen würde ich schon etwas stutzen überhaupt bei der Schwarzen ... Frage ist nur wie die Gyne aussieht (falls dies keine sein sollten)


Also gefährliche Ameisen für den Menschen hmm vielleicht Feuerameisen ?

Footie: (5. Jul 2007 12:53)

Ich habe ein bisschen das Internet durchforstet und bin auf ein paar interessante Sachen gestoßen (Manches kannte ich schon aus dem TV).


Treiberameisen in Ostafrika bilden gewaltige Schwärme, die sich wie eine riesige hundert Meter breite Amöbe über den Boden ausbreitet. Dabei bildet die Voderseite eine regelrechte Front, die sich mit 20 Metern pro Stunde vorwärts bewegt. Sämtliche tierischen Organismen bis zur Größe einer Katze werden dabei von den Ameisen überwältigt. Mitunter wurden auch schon unbeaufsichtigte Kleinkinder Opfer dieses Superorganismus. -Quelle-


Die Anoplolepis gracilipes (Gelbe Spinnerameise) besitzt ein sehr starkes Gift und kann andere Organismen erblinden lassen.
-Quelle-

Die Importierte Rote Feuerameise (Solenopsis invicta), ursprünglich aus Südamerika stammend, zeigt einen unbeschreiblichen Siegeszug vor allem in den südlichen Staaten der Vereinigte Staaten Amerika. Die etwa 1920 eingeführte Art (s. Neozoen) ist eine der aggressivsten unter den bekannten Ameisenarten, sowohl gegen andere Ameisenarten als auch gegen potentielle Angreifer wie den Menschen. Dieses Verhalten hat ihr einen recht ungewöhnlichen wissenschaftlichen Artnamen eingebracht: Solenopsis invicta bedeutet übersetzt "Die Unbesiegbare Feuerameise". -Quelle-

nr.103683: (5. Jul 2007 15:37)

Hast Pharao Ameisen vergessen.Die können auch in Deutschland überleben,können sehr schnell eingeschleppt werden und könen zB in Krankenhäusern unter Verbände kriechen und die Wunde abschaben...

Gabs nicht mal einen Vorfall wo einer Frau in Kalkutta im Krankenhaus ein Auge rausgefressen wurde und sie dann starb?

earlant: (5. Jul 2007 20:18)

Hier gibt's auch gerade einen thread dazu.

@ Zenki: Es hängt nicht unbedingt von der Größe der Ameisen ab, wie schmerzhaft der Stich ist.

@ Ant27: Also ich weiß nur, das Myrmecia pavida aus Australien Wespenähnlich stechen kann. So heißt es zumindest, in Wirklichkeit ist vielleicht schlimmstenfalls eine kleine Schwellung zu sehen, ähnlich eines Gelsenstichs, außer bei Allergikern, da ist das wieder anders. Dazu gibt es hier im Antstore-Forum einen ausgiebigen thread. Von wegen "wespenähnlich"! Ich wurde zweimal von Myrmecia cf. gulosa gestochen, im Freiland, und ich kann den Schmerz mit Wespen- und Hornissenstichen vergleichen, von denen ich genügend abbekommen habe..
Man muss auch bedenken, dass in der Gefangenhaltung die Tiere eine andere Nahrung bekommen als im Freiland. Falls ihnen wichtige Vorstufen für die Synthese der Gifte fehlen, sind die Stiche entsprechend weniger schmerzhaft.

Vergleichbares geschieht bei den Pfeilgiftfröschen: Wenn sie nicht bestimmte Ameisenarten fressen können, werden sie völlig ungiftig. Sie können ihr Gift nur aus bestimmten Vorstufen im Ameisengift herstellen, und dazu gehört nun mal nicht die Ameisensäure, sondern es sind Alkaloide. Leider sterben die Fröschchen dann auch leicht an Hautpilzen, die sie sonst ebenfalls mit dem Hautgift klein halten können. Macht nichts, es werden schon neue Fröschchen importiert :( .

MfG,
Earlant

Moglie: (5. Jul 2007 21:09)

Vergleichbares geschieht bei den Pfeilgiftfröschen: Wenn sie nicht bestimmte Ameisenarten fressen können, werden sie völlig ungiftig. Sie können ihr Gift nur aus bestimmten Vorstufen im Ameisengift herstellen, und dazu gehört nun mal nicht die Ameisensäure, sondern es sind Alkaloide.

Dies stimmt leider so nicht ganz, es ist immer noch nicht klar, woher die Frösche ihr Gift beziehen, es werden aber Ameisen und Milben vermutet.

Leider sterben die Fröschchen dann auch leicht an Hautpilzen, die sie sonst ebenfalls mit dem Hautgift klein halten können. Macht nichts, es werden schon neue Fröschchen importiert

Da habe ich auch leicht andere Informationen, so gibt es viele Dendrobaten, die schon über die X Generation gezüchtet werden und kaum Probleme auftreten, andere Arten aber scheinbar nicht über die F3 Generation hinaus kommen, wo hier das Problem liegt ist nicht bekannt, aber am Hautgift liegt es wohl kaum, da die Tiere ja schon nach wenigen Wochen / Monaten ihre Giftigkeit verlieren.

Nur mal so der Richtigkeit halber.

MfG

Footie: (5. Jul 2007 21:16)

@earlant

Außerdem muss man davon ausgehen, dass man mehrmals von den Ameisen gebissen wird. Also 2-3 Stiche würde ich schätzen. jenachdem wieviele Ameisen auf deinem Arm krabbeln.

earlant: (6. Jul 2007 17:34)

@ moglie: Da habe ich auch leicht andere Informationen, .....
Nur mal so der Richtigkeit halber. Vielen Dank. Ihre Informationen sind also richtig, folglich meine falsch.

Wissenschaftlich untersucht haben wir das beide nicht selbst.

Wie wäre es mal mit den Quellen für Ihre Informationen? Wissenschaftliche Veröffentlichungen würden mich interessieren, aber bitte nicht irgendwelche Meinungen aus Herpetologen-Foren.

mfG,
Earlant

earlant: (6. Jul 2007 17:44)

@ Footie: Außerdem muss man davon ausgehen, dass man mehrmals von den Ameisen gebissen wird. Also 2-3 Stiche würde ich schätzen. jenachdem wieviele Ameisen auf deinem Arm krabbeln. Dann sieh mal in den Artikel, aus dem das Bild hier im ersten Beitrag genommen ist: http://www.ameisenwiki.de/index.php/Ameisenstiche
Die zwei Bilder darüber zeigen meine höchsteigene Armbeuge nach mehreren Stichen durch Tetramorium (das sind im Bild oben die kleinsten, Nr. 5, rechts unten).

Und weil lieber rumgelabert wird als dass sich jemand die Mühe macht, den von mir angesprochenen thread zu suchen, tu ich's mal selbst:
http://www.antstore.net/viewtopic.php?t=4675&highlight=myrmecia+stiche

mfG,
Earlant


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