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jeans: Camponotus ligniperda/Tod einer Ameise/Tiere in der Arena (14. Apr 2007 12:27)

Hallo zusammen,

ich bin Ameisen Einsteiger und besitze seit einigen Wochen meine erste Kolonie Camponotus ligniperda, die Kolonie hält sich samt Brut seit ca. zwei Wochen im Verbindungsschlauch zwischen Arena und Farm auf.

Ich füttere Honig und regelmäßig Mücken, vor zwei Tagen habe ich eine ziemlich große Mücke als Futter in die Arena gegeben, diese wurde dann sorgfältig zerkleinert und zur Königin in den Schlauch gebracht.
Heute Morgen sind mir zwei Dinge aufgefallen, eine Arbeiterin liegt tot auf dem Rücken im Schlauch, bei den Überresten des Insekts und in der Arena habe ich drei kleine schwarze Tierchen entdeckt, die, da bin ich mir nicht sicher, irgendwie aussehen wie kleine Ameisen (Lange Fühler, sechs Beine).

Kann mir jemand bestätigen, dass das Ameisen sind, oder sind es vielleicht Schädlinge?

Ist es möglich, dass nach dieser kurzen Zeit schon die ersten Jungtiere da sind?

Ist der Tot der Ameise evtl. auf das Futterinsekt zurückzuführen? Kann sich die Ameise beim Bearbeiten der Mücke überarbeitet haben?

Wird die tote Ameise von den anderen entsorgt oder muss ich da eingreifen? Zurzeit liegt sie noch im Schlauch bei den Resten der Mücke.

Meine Arena enthält auf dem Bodem Seramis, darüber eine dünne Schicht Sand, Steine, eine Wurzel, und einige kleine Äste. Bis auf den Sand wurde alles abgekocht bzw. im Ofen erhitzt.

Für Hinweise und Tipps wäre ich sehr dankbar.

Gruß
jeans

Jan-Hendrik: (15. Apr 2007 07:32)

[glow=red]SOFORT RAUS[/glow]

wenn du die die ameise für befallen hält, dann abkochen, in den müll,

lass die kleinen dinger nicht überleben, da es sich hier warscheinlich um Milben etc handeln könnte, ich würdedir empfehlen, keine Mücken zu vergeben, da sie parasieten übertragen, nehm besser Zuckerrübensirub, ist sicherer

edit:
Diese hab ich aus Wikipedia: In dem Speichel können auch Krankheitserreger (Viren, Bakterien, einzellige oder mehrzellige Parasiten) enthalten sein, die die Mücke bei einer vorangegangenen Nahrungsaufnahme bei einem infizierten Opfer zusammen mit dem Blut aufgenommen hat. Wenn diese Krankheitserreger in der Mücke nicht nur überleben, sondern sich auch noch in ihr vermehren und oder wandeln, dann ist die Mücke ein Wirt bzw. Zwischenwirt für diese Krankheitserreger und infiziert in schon beschriebener Weise ihr nächstes Nahrungsopfer. Einige Stechmückenarten können daher als Vektoren auf biologischem Wege bei Mensch und Tier Krankheiten übertragen, die durch einzellige Plasmodien (Malaria), durch Parasiten (Filariose) oder durch Viren (Gelbfieber, Dengue-Fieber, West-Nil-Fieber, Rift-Valley-Fieber, Blauzungenkrankheit, u.a.) oder Bakterien (Tularämie) ausgelöst werden.

jeans: (15. Apr 2007 09:41)

Hallo,

ich glaube Milben sind viel kleiner und sitzen direkt auf den Ameisen.

Zwei der kleinen sind mittlerweile in der Tränke ertrunken.

Anbei ein Versuch eines der Tiere mal abzulichten.

Sieht für mich aus wie eine Ameise.

Gruß
jeans

earlant: Wanzenlarve (15. Apr 2007 11:28)

ich glaube Milben sind viel kleiner und sitzen direkt auf den Ameisen.
Zwei der kleinen sind mittlerweile in der Tränke ertrunken.
Anbei ein Versuch eines der Tiere mal abzulichten.
Sieht für mich aus wie eine Ameise.
Das wäre eine höchst ungewöhnliche Ameise! Es ist eindeutig eine ziemlich neu geschlüpfte Wanzenlarve: Man sieht den mehrgliedrigen Rüssel!

Vielleicht war eines der Futtertiere eine weibliche Wanze (manche Wanzenarten sehen sogar ähnlich wie "Mücken" aus!), die noch schnell eine Ameise ausgesaugt und dann Eier gelegt hat? Jedenfalls scheint ein ganzes Gelege im Formikarium geschlüpft zu sein.

Milben sind zwar tatsächlich zumeist (viel) kleiner, aber längst nicht alle sitzen direkt auf den Ameisen. Manche gefährliche Art läuft frei herum und nuckelt an den Ameisenlarven bzw. den Puppen, was diesen nicht gut bekommt.

mfG,
Earlant

spetZ: (15. Apr 2007 12:08)

Aber mücken an sich dürften doch nix schlechtes sein, ich gebe ihnen auch hin und wieder mal eine, die aber vorher abgekocht werden. Oder lieg ich da falsch?

ShIeLa: (15. Apr 2007 15:27)

Also jeans, erstmal ist die Antwort von Jan-Hendrick meines Erachtens extrem überzogen. Warte erstmal ab, bevor du alles abkochst. Wichtig ist weiter zu beobachten und die Mücke und die kleinen "Wanzenlarven" (laut earlant) versuchen so gut es geht rauszufischen. :catch: Du kannst auch Mücken ohne Probleme verfüttern, nur sicher gehen kann man nur, wenn man vorher diese abkocht. Diese Mühe sollte man sich definitiv machen. Das sich der Tot deiner Ameise auf die Wanzen zurückzuführen läßt, ist ja auch noch nicht klar..
Ich denke nicht, daß die Kolonie in Gefahr ist, aber man wird sehen.
Viel Glück, shiela. :ok:

jeans: (15. Apr 2007 15:55)

Hallo zusammen,

danke für die Infos, ich habe das Formikarium mal von allen offensichtlichen Tieren befreit und hoffe das nicht noch mehr von den Schädlingen auftauchen und der Rest der Ameisen nichts abgekriegt hat.

Das mit dem Aussaugen wäre eine Erklärung für das Ableben der Ameise.

Ich werde das Ganze weiterhin genau beobachten.

Gruß
jeans

ShIeLa: (15. Apr 2007 16:05)

Ja genau, und berichte mal was dann daraus geworden ist ja? Würde mich sehr interessieren..

zucca: (17. Apr 2007 09:27)

Servus,

ich habe einen ähnlichen Vorfall. Zwar finde ich bei mir keinerlei "offensichtliche" Parasiten, aber dennoch breitet sich ein etwas seltsames Sterben in meiner Kolonie aus. Über die Winterruhe hat meine Camponotus lig. Kolonie (damals noch 1 Queen mit 9 Arbeiterinnen) aus bisher unerklärlichen Gründen 4 Arbeiterinnen verlohren (Futter und Befeuchtung waren eigentlich ausreuchend vorhanden). Einen Monat später etwa verstarb wiederum ein Tier. Seltsam daran war, dass das Tier wild in der Arena herum lief und immer ruckerliger lief. Im laufe von 1-2 Tagen konnte man erkennen, das ein Bein nach dem anderne sich nicht mehr bewegte und das Tier immer verkrüppelter herum lief, bis es dann irgendwann tot bei den anderen Arbeiterinnen im Nest lag. Das gleiche ist jetzt die letzten 2 Tage wieder passiert mit einer weiteren Arbeiterin. Nun ist meine Kolonie auf 1 Queen + 3 Arbeiter zurückgefallen und so langsam macht man sich schon gedanken.

Am Umfeld kann es beim letzten Vorfall eigentlich weniger gelegen haben. Die Kolonie ist seit knapp 4 Tagen in einem frischen Becken mit trockener und vorher stark erhitzen Erde. Wasser / Zuckerlösung und ein neues Reagenzglas ist ebenfalls vorhanden.

Seltsam ... :(

jeans: (18. Apr 2007 07:51)

Hallo zucca,

tut mir leid das zu hören, ich habe heute auch wieder eine tote Arbeiterin gefunden, die gleichen Symptome, die du beschreibst, waren bzw. sind auch bei meinen Ameisen zu beobachten.

Parasiten konnte ich jetzt auch keine mehr finden.

Ich habe die Befürchtung, dass bei mir auf diesem Wege die gesamte Kolonie sterben wird.

Hat jemand eine Idee, was die Ursache sein könnte. Wie kann ich reagieren?

Gruß
jeans


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