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Waldläuferin: Evolution - fast schon zum Zuschauen (4. Jan 2008 15:30)

in Spiegel Online habe ich einen recht kurzen aber interesssanten Artikel gefunden: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,526505,00.html

Stefan86: (5. Jan 2008 01:06)

Schick schick wie das funktioniert, schon erstaunlich das die Ameisen darauf rein fallen. Was sich die Natur da schon wieder ausgedacht hat ist der Wahnsinn, Raupen die dem Aussehen einer Ameisen Larve ähnelt und sich bei dieser durchfrisst.

Kendoras: Re: Evolution - fast schon zum Zuschauen (5. Jan 2008 01:38)

Hi ihr,
in Spiegel Online habe ich einen recht kurzen aber interesssanten Artikel gefunden
Der Artikel ist wirklich interessant :wink:

"Mit einer chemischen Verkleidung narrt die Raupe des Moorbläuling-Schmetterlings Ameisen so perfekt, dass die sie für eigenen Nachwuchs halten und durchfüttern - zum Nachteil der ganzen Kolonie."

Es ist wirklich faszinierend wie sich die Schmetterlingsraupen bei den Ameisen so leicht „einschleichen“ können.
Auch bei den Bienen gibt es solche "Schmarotzer", nur denke ich ist es bei den Ameisen nicht so bedrohlich.

"Die Ameisen entwickelten immer feinere Mechanismen, um die Fremdlinge zu erkennen."

Das ist doch erstaunlich, wie sich die Ameisen weiter entwickeln um sich besser davor zu schützen, leider nicht immer mit Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen
Kendoras

Ant27: (5. Jan 2008 11:41)

Wow!

Das ist wohl eine der wenigen Arten der Parasiten, die es schaffen sich mit Ameisen anzulegen! :shock:

Und selbst da entwickeln die Ameisen schon wieder was...

"In von Schmetterlingsraupen infiltrierten Kolonien verändern die Ameisenlarven die Oberfläche ihrer Außenhaut so weit, bis sie wieder von den Parasiten unterschieden werden können."

Ich möchte nur noch wissen, wie die Ameisen es schaffen herauszufinden, dass sie solche Parasiten im Nest haben?
Und vorallem wie der Schmetterling, der ja dann bei den anderen Ameisenpuppen liegen muss, es schafft nach dem schlüpfen unversehrt wieder aus dem Ameisenbau zu entschlüpfen?

Wirklich faszinierend...

LG Martin

Waldläuferin: (9. Jan 2008 15:57)

Der Artikel in der Science, auf den sich die Spiegel-Autoren beziehen heißt "The Ant and the Butterfly" (Science 4 January 2008: 11a
DOI: 10.1126/science.319.5859.11a).

Das Herunterladen des Artikels ist kostenpflichtig und es ist mir leider aus rechtlichen Gründen nicht möglich, den mir pesönlich vorliegenden Artikel zu veröffentlichen. Wer aber sehr großes Interesse hat und/oder zum wissenschaftlichen Englisch fähig ist, sollte sich den wirklich interessanten Artikel besorgen.

Thyriel: (10. Jan 2008 23:35)

Ich habe mal eine Doku gesehen, die genau dieses Thema behandelt hat. Wenn ich mich nicht Irre gibt es eine Wespenart, die diese Schmetterlingsart bevorzugt vertilgt oder Ihre Eier in diesen Schmetterlinglarven ablegt (Ich weiß es nicht mehr ganz genau). Diese Wespenart weiß aber, das sie diese Larven des Schmetterlings in Ameisennester finden kann und versprüht einen Duft, das die Ameisen Freund und Feind nicht mehr unterscheiden können. Dadurch gelingt es der Wespe in das Ameisennest einzudringen und zu den Schmetterlingslarven zu gelangen :-)

dERdEMtHORfOLGT: (19. Feb 2008 00:55)

der hammer ist ja das die ameisen ihren eigenen nachwuchs anfangen zu verändern. das das in kurzer zeit möglich ist erstaunt mich doch schon sehr. andere spezies können ihre nachfahren ja auch nicht nach ihrem willen oder den gegebenen anforderungen gebähren. zumindest nicht in solchem ausmaß

Waldläuferin: (19. Feb 2008 12:37)

Man darf dabei nicht vergessen dass so ein Volk tausende oder gar zigtausende Nachkommen pro Jahr produzieren kann. Entsprechend sind genetische Veränderung dann häufiger als beim durchschnittlichen Flusspferd.

Bloodyfist: (19. Feb 2008 13:42)

Ich finde es schon Intressant wie anpassungsfähig diese kleinen Tierchen doch sind. Die kleinen entwickeln sich ständig weiter, verfeinern ihre Abläufe
und Mechanismen, und wir menschen trampeln immer auf der selben stelle rum^^ das sollte uns doch zu denken geben......

Thyriel: (30. Apr 2008 00:55)

Hmmm der Mensch macht auch noch eine Art der Evolution durch nur ist die Wissenschaft mitlerweile schneller (nicht umbedingt besser). Außerdem akzeptiert der Mensch keine Veränderungen.

Bsp.: Zwitter. Ein Mensch mit beiden Geschlechtern. Bei Zwittern ist meistens eins der beiden Geschlechtsorgane besser ausgeprägt bzw. das andere nicht funktionsfähig. Es gibt aber dennoch Zwitter bei den beide Geschlechtsorgane einwandfrei funktionieren könnten. Bei der Geburt wird dann aber in der Regel eins von beiden weggemacht.

Ich sehe das als eine Art Evolution an. Die Natur probiert zwischendurch neue Sachen aus. (Zwitter, fünf Finger ...)

In der Natur heißt es ... der Stärkere Gewinnt. Bei den Menschen heißt es. Was nicht normal ist wird normal gemacht. Wenn die Menschen nicht so "Intelligent" wären würden sie der Natur freien lauf lassen. Wenn Zwitter dann bessere Überlebungs-Chancen hätten würden in paar tausenden Jahren vllt nurnoch Zwitter rumlaufen.

Ich will nicht sagen, das ich Zwitter toll finde. Finde das schon etwas seltsam, aber warscheinlich nur weil es nicht die Norm ist. Trotzdem wollte ich nur ein Beitrag zur Evolution und wie die Menschheit damit umgeht posten.