Sind es mehr geworden?
Kann ich leider nicht beurteilen. Sie sitzen so in ihrem Nest, dass ich von Königin und Brut nichts sehen kann und auch die tatsächliche Kolonie größe nur schätzen kann. Die Aussenaktivität würde ja bei normalem Wachstum nicht so rapide zunehmen als das ich das in einem so kurzen Zeitraum feststellen könnte. Es gab leider auch schon Todesfälle aber ich denke, dass das Koloniewachstum auf jeden Fall so groß sein sollte um die wieder rein zu hohlen. So gerne wie die Maden spachteln sollte die Koloniegröße also wohl kaum rückläufig sein.
LG Felix
Hi Felix
Ich halte auch O. Transversa und ich füttere sie mit lebendigen Heimchen.
Die Gefahr auf Milben ist mir zwar bewusst, ist allerdings auch wirklich sehr gering. Ich bestelle meine Futtertiere bei Kerf.de die auch bislang einen ausgezeichneten Ruf genießen. Bevor ich das erste Heimchen verfüttert habe, ( jetzt wirds grausam... wer nicht mag soll den Abschnitt überspringen ) nahm ich so ein Heimchen mal genauer unter die Lupe. Mit einer 100x vergrößerung sah ich mir das Tierchen ganz genau an. Anschließend enfernte ich sämmtliche Beine, Fühler, Kopf ( vorderer und hinteter Bereich getrennt ) und schnitt es auf. Den Darm untersuchte ich ebenfalls separat.
Nachdem ich mit der Anatomie des Heimchen befasst habe, weiss ich nun wo sich überall ihre Weichstellen befinden. Bzw. der Part an dem sie schlecht bis garnicht gepanzert sind. Ich überprüfe sie nachdem ich sie gekauft habe. Erster Schritt: Den Boden des Behälters beobachten. Sollte sich da viel rühren lieber die Finger von lassen ( ähnliches aussehen wie mein Pinkys in miniatur ). Ich habe solch einen Behälter in einem Gartencenter untersucht. Erst tat sich nicht doch bei genauerer betrachtung wuselte es. Ich kaufte es, da ich wissen wollte mit was ich es da zutun habe. Den Behälter habe ich nicht in der Wohnung aufgemacht. Ab in den Garten ( brr kalt ) und es sich auf einem Stuhl gemütlich gemacht. Die Nachbarn dachten wohl ich hab sie nicht mehr alle. Ich entahm ein Heimchen und brachte es um indem ich Ihm den Kopf abtrennte. Die Milben waren schon bei einer vergrößerung von 20X schon leicht zu erkennen. Wie Schimmel lag er auf dem Tier. Wie vermutet zu angehäuften Mengen an den weichstellen. Auch viele am Kopf des Tieres die quasi mitgegessen haben. Ich untersuchte noch zwei weitere mit dem gleichem Ergebniss. Anschließend überbrühte ich alle auf das sie nicht länger leiden mussten.
Kaufe ich jetzt eine Box, schaue ich mir diese genauer an. Besser an einer guten Lichtquelle. Nehme sie mit nach Hause und schaue mir die ersten Tierchen ( je nach Bestand im Formicarium 1-10 ) genauer an. Mit den Futtertieren bei Kerf.de hatte ich bisher keine Probleme. Da aber ein mindestumsatz von 15€ pro Bestellung gemacht werden muss und ich keine 2000 Ameisen besitze, wollte ich mich anderweitig noch umschauen. In einem anderen Gartencenter fand ich ebenfalls Heimchen. Der Name ist "Dehner". Ich fand einen jungen sympatischen Azubi des dritten Lehrjahrs. Ich sprach auf ihn ein um ein eventuelles Milbenproblem auszuschliessen. Ich war hartnäckig und meite es ernst. Völlig aufgelöst versicherte er mir das sie noch nie solch einen Vorfall hatte. Zehn Minuten später - an der Kasse - kam der Chef bzw. Leiter des Hauses. Er versicherte mir ebenfalls das es bisher keine gemeldeten Vorfälle gab. Bisher waren sie es auch. Ich bin damit sehr zufrieden.
Hoffe ich konnte dir im Punkto Lebendfütterung etwas weiter helfen. Es ist ein wenig mit Arbeit verbunden. Der Lohn ist die Jagd. Ich habe sie vor der Jagt schon als ziemlich schnell empfunden. Während der Jagd flitzen sie so schnell das man es zum Teil nicht wahrnehmen kann. Rennen wie gebissen und machen leichte Sätze nach vorn. Dabei sind die Mandiblen weit geöfnet und der Körper gestreckt. Ein Biss reicht meisst bei Heimchen aus. Das lähmende Gift des Stachels gibt ihnen den Rest.
EDIT: Da du nicht lebend Fütterst würde ich gerne wissen wie viel deine Schützlinge so am Tag verdrücken. Würde es gerne mit meinen vergleichen.
Aktueller Stand: 65 Ameisen mit Brut in allen Stadien. Da ich keine Einsicht habe, vermute ich den Nachwuchs auf ca. 20.
Sie fressen am Tag ( also rund um die Uhr ) zwischen 10 bis 15 Heimchen ( klein ).
Da hast du wohl was falsch verstanden. Ich füttere lebend. Bei mir gibts zur Zeit immer Pinky Maden. Bei einem Bestand von ca. 50 Tieren und schätzungsweise einer eher kleinen Brut, da sie bei der Lieferung noch gar keine hatten, gibts bei mir so alle 2 Tage ca. 5 Maden. Je nachdem wie viele sie annehmen. Diese verschwinden dann auch gleich nach einem kurzen gerrangel und einem gezielten Stich spurlos im Nest. Sie nehmen die Maden auch schon sehr gut dierekt aus der Pinzette was ganz praktisch ist damit sie sich nicht wenn man nicht zusieht vergraben und dann irgendwo verpuppen.
Fruchtfliegen gab es auch schon und die wurden auch so gut es ging erjagt, nur sind die Biester sehr klein und haben sich dann an Stellen verkrümelt wo sie die Ameisen nicht auffinden konnten. ( Auf Deko oder Pflanzen oder einfach die Scheibe hoch.)
Trotzdem vielen dank für die Tipps. Ist sehr interessant und nützlich!
LG Felix