Heute sind es schon drei Larven und 20+ Eier gewesen. Die ersten zwei Larven, die ich vor ein paar Tagen entdeckt habe sind bereits doppelt so groß wie die Eier. Die Dritte hingegen ist ein wenig kleiner, aber nicht viel. Man kann also darauf schließen, dass sie kurz nach meiner letzten Kontrolle geschlüpft ist.
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Kurz nach dem Entfernen der roten Folie hat sie dann die dritte Larve geschnappt und sie auf den Eierhaufen gelegt. Anschließend guckte sie mich ganz böse an:
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Ich schätze mal, dass das Larvenstadium etwa zwei bis drei Wochen dauern wird. Also müssen wir uns noch gut ein einhalb Wochen gedulden, bis es zur Verpuppung kommt. Die Frage ist, ob “Pygmäenlarven” sich schneller verpuppen als reguläre Larven. Immerhin sind die daraus entstehenden Ameisen kleiner als die späteren Geschwister.
Es sind wieder zwei weitere Larven geschlüpft. Auf dem folgenden Bild sieht man drei sehr lange und vorallem schlanke Larven. Die Larve links oben ist etwas kürzer, scheint aber auch schon vier oder fünf Tage auf dem Buckel zu haben.
Die kleinste von den Larven ist wohl vor ungefähr zwei Tagen geschlüpft, der Größe nach zu urteilen.
Eier sind nur noch relativ wenige im Reagenzglas. Abgesehen von den wenigen im Larvenhaufen, sind noch an der Seitenwand (wird von Isabella im Bild verdeckt) ein paar Eier.
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Mir ist auch ein eklatanter Anstieg der Luftfeuchtigkeit seit ein paar Tagen aufgefallen. Zur Zeit herrschen 74% bei 26°C. Die Luftblase im Wassertank ist auch deutlich größer geworden, sodass ich erst gedacht habe, dass einen Leck gibt. Hinzu kommt noch, dass meine Königin ihre Brut um fast einen Zentimeter weg von der nassen Watte verschoben hat.
Nach öffnen der roten Folie war ich erleichtert, dass die Kammer nach wie vor trocken ist. Entweder haben die Larven einen hohen Wasserbedarf oder das Wasser verdunstet seltsamerweise schneller, was die hohe Luftfeuchtigkeit erklären könnte.
Wie dem auch sei, wir nähern uns der Puppenphase. Die ersten zwei sehen so aus, als ob sie nur noch eine Woche brauchen. Also bis demnächst. :)
Zwei Wochen nach dem ersten Larvenschlupf sieht es folgendermaßen aus:
* Sechs Larven in verschiedenen Größen
* Acht bis zehn Eier
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Vorallem die dickste Larve wird sehr fürsorglich gepflegt und beschützt. Beim Fotografieren hat sich die Königin sofort die große Larve geschnappt. Sie weiss also bewusst bzw. instinktiv, welche Larve am wichtigsten ist und kurz vor der Verpuppung steht.
Ich denke mal, dass da bei der großen Larve rund ein halber Millimeter fehlt, bis sie groß genug ist. Wo die zweite große Larve ist, weiss ich leider nicht. Wahrscheinlich im Bauch ihrer Geschwister.
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Es ist auch lustig zu beobachten, wie die kleineren Larven sich manchmal strecken um dann kurz darauf sich wieder einzurollen. Genauso wie menschliche Babies, die ihre Beinchen strecken und wieder einziehen. ^^
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Heute gibt es mal keine Bilder. Die Lage im Reagenzglas hat sich noch nicht geändert. Soviel ich durch die rote Folie erkennen kann, geht es der großen Larve prächtig.
Im meinem Zimmer wird es, da es ja bereits Herbst ist, langsam kühler. Die Zimmertemperatur beträgt “nur” noch 21°C, während es in der Arena noch 23°C warm ist. Der Wert ist zwar nicht wirklich schlecht, aber 25°C sind da besser für die Brut.
In ihrer Heimat ist es ja tagsüber immernoch knapp über 30°C heiss und Nachts kühlt es sich lediglich auf knapp unter 20°C. Die Nesttemperatur sollte dann in etwa mit dem Durchschnitt übereinstimmen, also 25°C. Natürlich ist es in der Natur so, dass die Nesttemperatur leicht schwankt, je nach Nesttiefe, aber man kann in der Haltung ja nicht alles simulieren.
Aus dem Grund habe ich heute zum ersten mal meine Arenabeleuchtung eingeschaltet. Dabei wurde es innen schon ein wenig wärmer mit 24,5°C. Die 25°C werde ich auch noch knacken können. Zusätzlich habe ich noch meine Zimmerheizung eingeschaltet, da es mir selber ein wenig zu kalt geworden ist. ^^
Die Frage ist nun, wie ich später das externe Nest beheizen soll. Ich möchte nicht unbedingt einen Spotstrahler auf das Nest richten. Wenn es in der Arena liegen würde (wie gerade das Reagenzglas), könnte ich eine Ecke des Beckens aufwärmen. Da der Deckel noch darauf liegt, entweicht die Wärme nicht und verteilt sich einigermaßen gleichmäßig(kommt immer auf die Größe des Beckens an), so dass das Nest schonend aufgewärmt werden würde.
Soll ich lieber ein internes Nest planen? Was mache ich dann, wenn das Nest vergrößert werden muss? Da wäre ein externes Nest vorteilhafter, da man sich nicht nach den Beckenmaßen richten muss. Also da müsste ich mir noch einige Gedanken machen.
Nachdem mein Mitstreiter im Forum davon berichtet hat, dass bei ihm die dicksten Larven immer aufgefressen werden, habe ich mal wieder bei mir nachgeschaut.
Leider musste ich ebenfalls bei mir feststellen, das die dickste Larve nicht mehr da war. Zu sehen waren noch vier Larven, die fast die Größe der dicken Larve von letztes mal erreicht haben. Ich befürchte aber, dass auch diese aufgefressen werden. :(
Also habe ich mich mal entschlossen einen Tropfen Honig anzubieten. Beim Öffnen des Einganges ist sie ein wenig in Panik geraten. Ich hoffe mal, dass sie sich wieder beruhigt und mal am Honig nascht.
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Wie ihr aus dem Titel entnehmen könnt, hat meine Königin nach ihrer gestrigen Honigmahlzeit etwas hochgewürgt. Sie hängt zur Zeit an der Wand und hat einen kopfgroßen Tropfen unter ihrem Mund hängen. Ob sie ein wenig zu viel geschlürft hat?
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Isabella mit Erbrochenem am Kopf
Ich hoffe, dass sie schon bald wieder über ihrer Brut sitzen wird (drei Larven zur Zeit). Jedenfalls ging es ihr gestern Nacht noch ganz gut.
Leider muss ich mit bedauern festellen, dass meine Königin sämtliche Brut aufgefressen hat. Es mag vielleicht daran gelegen haben, dass die Winterruhe immer näher rückt. Möglicherweise waren die Bedingungen im Reagenzglas auch nicht optimal genug.
Da das Reagenzglas sehr verdreckt war (Pilze?), habe ich einfach ein neues direkt angeschlossen und das ganze aus der Arena geholt um es an einem ruhigeren Ort aufzustellen.
Das neue Reagenzglas habe ich auch nicht mit Alufolie umwickelt. Es hat dann vier Tage gedauert, bis sie, mittlerweile richtig dick angeschwollen, umgezogen ist.
Daraufhin habe ich mir mal das alte Reagenzglas näher angeschaut und ich musste sagen, dass es richtig feucht da drinnen war. Vielleicht zu feucht geworden? Vielleicht war das der Grund für den Brutfraß...
Mittlerweile habe ich auch ein Styroporbehälter bei Ebay besorgt und experementiere gerade mit meinem neuen Funkthermometer herum. Anscheinend isoliert die Box aber auch nicht so toll. innerhalb von einer halben Stunde hat sich die Temperatur innerhalb der Box mit der Aussentemperatur angeglichen. Ob der Balkon wirklich eine gute Idee für die Winterruhe ist? Ich werde demnächst versuche mit Kühlakkus unternehmen und schauen, wie kalt es dann in kleinen Box wird.
Nun denn, ich hoffe, dass es im nächsten Jahr besser läuft.
Leider muss ich euch mitteilen, dass Königin Isabella vor kurzem von uns gegangen ist. Aus ihrem Gaster und ihrem Mund wuchert der Schimmel, sodass ich nicht für das Überbrühen (wer möchte schon eine schimmelige Ameise im Kochtopf haben), sondern für eine waschechte Feuerbestattung entschieden habe. Ihre Asche habe ich auf den Feldern Mannheims verstreut.
Ich weiss leider nicht genau, wieso sie gestorben ist bzw. warum das Projekt fehlgeschlagen ist, habe aber mehrere Theorien.
Zum einen könnte es daran gelegen haben, dass ich sie gefüttert habe. Dadurch hat sie aufgehört Eier zu legen. Dies könnte aber auch an der bevorstehenden Winterruhe liegen.
Zum anderen hing sie ziemlich fest an der Watte. Evtl. hat sie sich verheddert und ihre gesamte Energie verbraucht, um sich zu befreien. Das habe ich vorher auch schon einmal bei ihr beobachten.
Eine andere Vermutung: Die dreimalige Reise per Post (Amerika - England - Berlin- Mannheim) hat sie so gestresst, dass sie sich nicht mehr erholen konnte.
Wie dem auch sei, so kann ich nur sagen, dass es sich um eine schwierige Art handelt. Man hätte sie zuerst in Arizona gründen lassen sollen. Eine verspätete Gründung nach dem Verschicken ist einfach zu schwierig für jedermann.
Im nächsten Jahr werde ich jedenfalls wieder eine europäische Königin besorgen. An Myrmecocystus wage ich mich vielleicht in ein paar Jahren wieder ran, da die Honigtöpfe immernoch einen unwiderstehlichen Reiz aussenden. Ich hoffe aber, dass ich mit meinem Bericht euch Haltern nützliche Informationen geliefert zu haben. Vielleicht klappt es bei euch besser.
Also, wir sehen uns dann in ein paar Monaten wieder. *wink*