ANTSTORE World of Ants (F)  >> Deutsches Forum (F)  >> Exotische Ameisenarten (F)
 [1]   [2] 

Click to view full story of "Haltungsbericht Pachycondyla rufipes von Cama"

camaross: Re: Haltungsbericht Pachycondyla rufipes von Cama (23. Jul 2011 09:17)

Erwischt

Heute Morgen als ich bei meinen Ameisen vorbeischaute, sah ich die Königin ziemlich verkrümmt im Ecken sitzen.
Ich dachte schon ihr gehts schlecht. Zum Glück bemerkte ich dann aber, dass sie gerade ein Ei legt :P .
Schnell muss die Kamara her....
Das ganze dauerte ca 1-2min für 1 Ei. Muss zugeben angenehm, sah das nicht aus, wie sie dieses stabförmige Ei langsam verkrampft wirkend rausdrückte :shock: :mrgreen:
Damit das Ei einigermassen Platz hat, hat die Königin ihren Stachel ausgefahren.
Im Diskussions-Thread hat Baumarkthammer den Stachel als eher zurückentwickelt eingestuft ( zugegeben sieht auch so aus auf dem Bild )
http://www.antweb.org/images/casent0217566/casent0217566_p_1_high.jpg
auf dem Foto weiter unten werdet ihr sehen , dass bei meinem Foto der Stachel um einigemale grösser ist.
Es scheint mir so, als sei der Stachel bei dieser Art doch nicht so zurückgebildet wie man evtl. vermutet.

camaross: Re: Haltungsbericht Pachycondyla rufipes von Cama (7. Aug 2011 18:26)

Wie im Diskussions-Thread, wurden immer die grössten Larven verfüttert. Ich dachte eigentlich, dass es wieder aufhört, doch leider wiederholte sich das immer wieder.
Ich hab dadurch bestimmt an die 10 grossen Larven verloren. Zum Glück legte die Gyne immer schön Eier. Dadurch waren immer ca 10 Larven vorhanden.
Trotzdem musste das aufhören, und ich habe die ganzen Ytongkammern mit Sand befüllt und die Ameisen wieder einziehen lassen.
Die Nestgrösse kann jetzt selber bestimmt werden und es hat genug Sand für die evt.Verpuppungshilfe der Larven da. Einige Tage später konnte ich schon beobachten wie sich die Larven endlich wider verpuppten und nicht verfüttert wurden :) :D .
Es scheint so , als hab ich den Grund gefunden und die Kolo kann jetzt voll durchstarten denn die Gyne legt viele Eier, und die Larven wachsen relativ schnell.
Eigentlich war die ganze Arena mit Sand voll doch aus unbekannten Gründen, brachten sie nichts ins Nest ,obwohl die Larven es benötigen.

camaross: Re: Haltungsbericht Pachycondyla rufipes von Cama (25. Aug 2011 12:48)

Die Ameisen leben nun seit paar Wochen in dem mit Sand befülltem Ytongnest. Ich dachte zunächst, dass Problem mit dem Verpuppen hat sich gelöst.
Leider seh ich , dass wie schon im alten Nest ca 80% der Puppen verfüttert wird. Futter ist immer genug vorhanden und wird auch schön angenommen.
Die Haltungsparamerter hab ich auch schon mal verändert jedoch hat sich nix geändert. Ich habe immer 3 Puppen der Rest der Brut wird aufgezogen verfüttert das Tag für Tag.
Sind mal die Puppen geschlüpft, verpuppen sich 2-3 wider mehr nicht. Das ist jetzt schon das 2 mal so seit Anfang der Haltung.
Die Königin hält jedoch die Brut immer schön konstant, dass heisst Eier werden immer gelegt soviel, dass immer ca 5-6 Larven vorhanden sind.
Egal wiviele Larven verfüttert werden oder selbst von den Ameisen gefressen werden, die Königin kommt immer locker nach, dass zu kompensieren.
Ich hab jetzt in ca 3 Monaten Haltung ca 6 frische Arbeiterinnen bekommen was doch eigentlich für ne eher grössere Urrameise nicht schlecht ist ,wenn man bedenkt, dass diese Kolonie nur einige hundert Tiere ausgewachsen hat? Würden immer alle Larven sich verpuppen hätte ich bestimmt schon an die 50 Tiere.
Ich bin jetzt etwas verunsichert, ob etwas nicht stimmt, da manchmal auch Larven zugedeckt werden mit Sand, sich aber nicht verpuppen... auf der andern Seite ,wie gesagt halten sie die Brut immer auf einem Level konstant und es ist mir auch noch keine Ameise gestorben. Was denkt ihr darüber ? Soll ich ein anderes Nest bauen oder kann das sein, dass das ein normaler Ablauf bei dieser Art ist?

Eure Meinung bitte hier posten: http://www.antstore.net/viewtopic.php?f=124&t=16070

camaross: Re: Haltungsbericht Pachycondyla rufipes von Cama (9. Okt 2011 18:04)

Lange hab ich mich nicht mehr gemeldet.
Es ist auch wenig passiert auch das neue Nest mit dem Sand hat leider nicht zu mehr Verpuppungen geholfen.
Da ich jetzt schon alles ausprobiert habe und auch die Parameter immer wieder verändert habe und nix passierte, hab ich ein Ytong genommen und ein ganz neues Nest gebastelt.
Was ist neu?

Ich hab wenige dafür grosse Kammern gemacht.
Die Kammern sind bis zu 4cm tief, so dass die Tiere auch noch graben könnten.
Anders als im alten Nest ist kein Sand mehr drin, sondern eine Mischung aus Erde, Sand, Lehm, Kokussubstrat
Die Befeuchtungsausfräsungen ziehen sich bis zur grossen Kammer längs durch den Ytong, damit ich gezielte teile befeuchten kann

Die Ameisen leben jetzt ca. eine Woche in dem neuen Nest und haben sich eine grosse Kammer in der mitte genommen.
Auch diese Kammer wird seitlich von Wasser umspült.
Was ich noch gar nie bei dieser Art versucht habe, ist sie eher trocken zu halten. Darum hab ich aus das versucht und befeuchte das ganze jetzt eine ganze Weile schon nicht mehr. Die Ameisen neigen nicht die Kammer zu wechseln und bleiben an dem ausgetrockneten Ort.
Seit kurzem hat sich endlich wieder mal eine Larve verpuppt und wurde nicht einfach verfuttert.
Ich halte mich mit der Freude noch etwas zurück, da ich immer wieder nach Veränderung des Nestes zwischendurch wieder mal eine Puppe hatte.
Da ich die Variante jedoch noch nicht ausprobiert habe, lass ich es erstmal mit dem Befeuchten und beobachte weiter was passiert.
Das ganze ist relativ dicht abgeschlossen. Luft strömt nur durch ein kleines Gitter ca 1 x3cm ein wodurch die Luftfeuchtigkeit relativ hoch bleibt und mir die Ameisen und Brut nicht vertrocknen.

Zum sonstigen verhalten :

Die Tiere sind wie gesagt nachtaktiv und kümmern sich am Tag mehr um die Brut, betasten sie, verlagern sie, putzen usw..
Sie sind immer leicht in Bewegung, obwohl sie eigentlich wenig zu tun haben. Wie man auf dem Foto auch sehen kann, haben sie kein Verlangen zu graben, was mich freut, da ich sie jetzt weiterhin beobachten kann.
Wird es langsam dunkel, kommen die Ameisen oft zu 3 raus in die grosse Kammer, welche als Arena dient und auch unter Tags nicht abgedunkelt wird.
Seltsam bei ihrer Futtersuche wird IMMER nur ein Futtertier mitgenommen, was eigentlich keinen Sinn macht.
Spassausflüge gibt es nicht. Ist das Futtertier drin, muss das reichen, und es werden keine grossen anderen Streifzüge bis zum nächsten Abend unternommen. Es scheint mir die Ameisen handeln sehr gedacht und sichern somit ein sicheres Überleben.
Es hört sich nach wenig Action an, jedoch für mich immer noch eine sehr interessante Art

Grüsse Cama


 [1]   [2]